Schäuble kritisiert Politisierung der Protestanten


© Jens Gyarmaty Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
Wolfgang Schäuble kritisiert die Evangelische Kirche für ihre Einmischung in Politik und Wirtschaft – und wirft Martin Luther Intoleranz vor.

Von Jan Grossarth|Frankfurter Allgemeine

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat anlässlich des anstehenden Reformationsjubiläums deutschen Protestanten eine einseitige Politisierung vorgeworfen. Das wirke „schal“, wenn der spirituelle Kern verlorengehe, meint Schäuble – und führe seiner Beobachtung zufolge auch dazu, dass „Christen mit abweichenden politischen Ansichten ausgeschlossen“ würden. Das schreibt Schäuble (CDU) in einem Gastbeitrag für die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift „Pastoraltheologie“. Welche Christen die Meinungsäußerung welcher Christen ausschlössen, konkretisierte Schäuble nicht. So nannte er nicht genau, auf welche kirchlichen Gruppen oder Organisationen er anspielte.

In politischen Debatten, etwa über die Flüchtlings- oder Wirtschaftspolitik, bringen sich entschieden vor allem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und Landeskirchen ein. Sie vertreten Positionen, die dem politisch linken Spektrum zugeordnet werden können. Die ehemalige Ratsvorsitzende Margot Käßmann tritt als Pazifistin auf, in Erinnerung ist ihr Satz von 2010, „nichts ist gut in Afghanistan“. Erst kürzlich sprach sie sich wieder dafür aus, dass Deutschland das Militär abschaffe, „wie etwa Costa Rica“.

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1 Comment

  1. Ramen. Der Luther Mattl war doch schon so etwas intolerant. Aber warum kannnnoch keiner der Kirche des Nudeligen Monsterrrrrs sowas vorrrwerrfen?

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