Dodo Thierse: „Hass und Gewalt sind im Osten stärker sichtbar“


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Ein Mob stoppt in Clausnitz einen Bus mit Flüchtlingen, ein brennendes Asylheim in Bautzen wird bejubelt: „Hass und Gewalt sind im Osten stärker sichtbar“, sagt Ex-Bundestagspräsident Thierse.

DIE WELT

Nach den jüngsten fremdenfeindlichen Zwischenfällen in Sachsen hat der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse die Menschen im Osten als „empfänglicher für menschenfeindliche Botschaften“ bezeichnet. „Hass und Gewalt sind im Osten stärker sichtbar und hörbar“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies erkläre er sich mit den „radikalen Umbrüchen der vergangenen Jahre“.

„Wer in den vergangenen 25 Jahren so viele Veränderungen überstehen musste, ist offensichtlich weniger gefestigt in seinen demokratischen und moralischen Überzeugungen“, sagte Thierse, der selbst in der DDR gelebt hat. „Und das Verrückte dabei ist, dass es viel mehr Fremdenfeindlichkeit in dem Teil des Landes gibt, in dem es viel weniger Ausländer gibt.“

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