Ekliger sind immer die anderen


Wie eklig etwas riecht, hängt auch davon ab, von wem es stammt. © SIphotography/ thinkstock
Von wegen objektive Wahrnehmung: Selbst etwas so Fundamentales wie Ekel wird durch unsere sozialen Einstellungen manipuliert, wie ein Experiment nun belegt. Ein nach Schweiß stinkendes T-Shirt empfinden wir demnach als besonders eklig, wenn es von einem vermeintlich Fremden stammt. Stammt es dagegen vermeintlich von einem Angehörigen unserer eigenen sozialen Gruppe, erscheint uns der Geruch weniger schlimm – selbst wenn es objektiv exakt genauso riecht.

scinexx

Ob nun ein schleimiger Wurm, ein fieses Kratzgeräusch oder der miefig-schweißige Geruch eines ungewaschenen Menschen: Unwillkürlich reagieren wir auf solche Eindrücke mit Ekel. In vielen Situationen ist dieses tief in unserer Biologie verankerte Gefühl durchaus nützlich, verhindert es doch, dass wir potenziell infektiöse oder giftige Dinge anfassen oder sogar essen. Andererseits scheinen aber auch soziale Faktoren und sogar die politische Einstellung unser Ekelgefühl zu beeinflussen.

weiterlesen