NSA-Programm zur Erkennung von mutmaßlichen Terroristen


Bild. heise.de
Das methodisch fragwürdige Big-Data-Programm Skynet wurde in Pakistan eingesetzt, möglicherweise wurden damit Ziele für Drohnenangriffe ausgewählt.

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Mit KI-Programmen werden autonome Fahrzeuge gesteuert, lassen sich Vorhersagen treffen, an der Börse Transaktionen in Millisekunden durchführen oder Diagnosen geben. Mit maschinellem Lernen sollen Daten durchforstet werden, um verdächtiges Verhalten zu erkennen. Die NSA hatte nach einem Bericht in Ars Technica von Christian Grothoff und J.M. Porup auch ein KI-Programm eingesetzt, um in Pakistan mögliche Terroristen zu identifizieren (s.a. Data Mining für den Drohnenkrieg). Das kommt schon fast autonomen Kriegsrobotern nahe, die Gegner erkennen und angreifen sollen.

Auch allein das Label eines Terroristen in Afghanistan oder Pakistan kann lebensgefährlich werden, wenn wie vielfach von den USA gemacht, auf Verdacht hin ein mutmaßlicher Extremist oder Terrorist von einer bewaffneten Drohne gejagt und getötet wird. In Pakistan wurden immerhin einige tausend Menschen in den letzten Jahren als „Extremisten“ aus der Ferne ausgemacht und getötet (Die mörderischste Terror-Kampagne der Gegenwart). Wie viele Unschuldige oder Zivilisten es getroffen hat, ist ebenso eine Sache der Vermutung wie die Erkennung eines Verdächtigen (Drohnen-Krieg – Geschichten hinter den Opfern).

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