Amnesty: Internationale Gemeinschaft versagt bei Krisen


Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der internationalen Gemeinschaft Versagen bei der Lösung von weltweiten Krisen vor.

evangelisch.de

„Nur eine konsequente auf Menschenrechte basierte Politik hilft, langfristig Konflikten vorzubeugen und Fluchtursachen zu reduzieren“, sagte die Generalsekretärin der deutschen Amnesty-Sektion, Selmin Caliskan, bei der Vorstellung des weltweiten Menschenrechtsreports 2015/16 in Berlin. Die internationale Politik werde indes von einer Fokussierung auf nationale Interessen und einer Kontinuität des Wegschauens beherrscht, kritisierte Caliskan.

Länder zahlen nicht

Das beweise unter anderem der seit 2011 anhaltende Syrien-Konflikt. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit habe sich in Syrien ein bewaffneter Konflikt entwickelt, der inzwischen geschätzt 250.000 Menschen das Leben gekostet habe und bei dem massenhafte Menschenrechtsverletzungen zum Alltag gehörten, sagte Caliskan. Mehr als die Hälfte der rund 23 Millionen Einwohner Syriens wurde laut Amnesty bislang aus ihrer Heimat vertrieben, über 4,5 Millionen Syrer haben Unterschlupf in den Nachbarstaaten Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten gefunden.

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