Liebe Salafisten, Eure Einfalt ist so lächerlich


Foto: picture alliance / dpa Muslimische Frauen des „Liberal Islamischen Bundes“ beten in Köln in ihrer Gemeinde. Der Imam ist weiblich. Männer und Frauen beten zusammen. Kopftuch kann, muss nicht
Die Muslime hierzulande brauchen kein Retro-Gefasel und keine Gesinnungspolizei der Verbände, die Vorschriften machen, wer Muslim sei und wer nicht. Für jede Muslima ist das unterirdischer Kram.
 

Von Sineb El Masrar|DIE WELT

Stellen Sie sich vor, Sie sind als Autorin zum Thema Islam und Frauen auf Lesetour und es wird gelacht, gestaunt und munter diskutiert. Dabei brennt eine Frage auch außerhalb der Lesesäle vielen unter den Nägeln: Was lässt muslimische Frauen eigentlich am Islam festhalten? Schließlich sei der Prophet Mohammed doch ein narzisstischer Paranoiker gewesen. So erklärt mir das ein älterer Herr in einer schnuckeligen Buchhandlung. Nun ist diese Behauptung weder neu noch eindeutig bewiesen, weil niemand eine Zeitreise unternehmen kann, um Mohammed, wie das Katrin Bauerfeind zu tun pflegt, einen Tag bei seinen Tätigkeiten zu assistieren, um uns dann als TV-Primaten ein Bild von ihm zu machen.

Was allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, ist die Tatsache, dass sich zahlreiche friedliebende Muslime wohlfühlen mit dieser Religion, ohne dabei Nichtmuslime abzuwerten. Warum sollte sie also per se als Bedrohung oder Unheilbringer wahrgenommen werden? Nur weil in vielen muslimischen Ländern Chaos und Ungerechtigkeit vorherrschen, Zustände also, die mit unseren Breitengraden nichts zu tun haben?

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