Aufregung um katholisches EU-Magazin ‚EuropeInfos‘


comecePolnische und ungarische Bischofskonferenzen haben ComECE-Magazin aufgefordert, kritische Artikel zurückzuziehen – Chefredakteur: „Wenn Artikel zurückgezogen werden müssen, dann wird Dialog abgewürgt – und das halte ich für problematisch.“

kath.net

Aufregung gibt es um „EuropeInfos“, das in Brüssel erscheinende monatliche Online-Magazin der Kommission der katholischen EU-Bischofskonferenzen (ComECE). Auf Druck der beiden nationalen Bischofskonferenzen mussten die Verantwortlichen zuletzt zwei Artikel zur Lage in Polen und in Ungarn wieder von der Website nehmen. Im ersten wurde die Warschauer Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) kritisiert, im zweiten setzte sich der Wiener Philosoph und Theologe Hans Schelkshorn kritisch mit der Ideologie der Regierung von Viktor Orban auseinander. Die Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät in Wien, Sigrid Müller, spricht im Zusammenhang mit der Löschung des Schelkshorn-Textes nun von Zensur.

Die Causa ist bisher einzigartig in der Geschichte des katholischen EU-Magazins, das vom ComECE-Sekretariat und dem „Europäischen Sozialzentrum der Jesuiten (JESC)“ herausgegeben wird und EU-Themen aus christlicher Perspektive beleuchtet. Mit der Februar-Ausgabe startete „EuropeInfos“ eine Serie zu osteuropäischen Ländern. „Ziel der Serie war es, durch Artikel mit pointierten Meinungen einen Dialog anzustoßen“, erklärte P. Martin Maier SJ, einer der beiden Chefredakteure, in einem Interview der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA. Die ersten beiden Artikel in der Reihe behandelten aktuelle Entwicklungen in Polen und Ungarn.

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