Italien wegen Entführung eines Imams durch CIA verurteilt


EuropaEuropäischer Menschenrechts-gerichtshof sah es als erwiesen an, dass Italien von der Verschleppung im Jahr 2003 gewusst, aber den Mann nicht vor Entführung und Folter geschützt habe – Wertete CIA-Entführung als Verstoß gegen das Folterverbot

kath.net

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat Italien wegen der Entführung eines unter Terrorverdacht stehenden Imams durch den US-Geheimdienst CIA verurteilt. Die Straßburger Richter sahen es in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung als erwiesen an, dass Italien von der Verschleppung im Jahr 2003 aus Mailand gewusst, aber den Mann nicht vor Entführung und Folter geschützt habe. Zudem hätten italienische Behörden die Strafverfolgung von US-Bürgern, die für die Entführung verantwortlich waren, unter Verweis auf Geheimhaltungsinteressen behindert. Wie in vorausgegangenen Verfahren wertete das Straßburger Gericht die CIA-Entführung als Verstoß gegen das Folterverbot.

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