Betrug in der Wissenschaft: Tricksen, täuschen, fabulieren


In der Forschung geht alles mit rechten Dingen zu – oder etwa nicht? (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)
Das Vertrauen in die akademische Forschung basiert auf einem Versprechen: Forscherinnen und Forscher garantieren wissenschaftlich höchste Standards und Seriosität. Doch ob Plagiate, manipulierte Daten oder erfundene Experimente – immer wieder erschüttern Skandale die Öffentlichkeit.

Von Susanne Billig und Petra Geist|Deutschlandradio Kultur

(Nachrichten-Ticker) Stammzellenforscherin überführt: Abbildungen manipuliert – Physiker fälscht hunderte von Studien – Minister: Doktorarbeit ein Plagiat – Archäologe bringt Funde selbst zur Ausgrabungsstätte.

Manfred James Müller: „Wissenschaftler schaffen Wissen, sie tun dies durch unabhängige Forschung, vollständige Transparenz ihrer Arbeit und in gegenseitiger Kritik.“

Gerhard Fröhlich: „Ich darf nicht Ergebnisse verbiegen, weil es meiner Karriere besser täte. Ich darf nicht Ergebnisse verbiegen, weil das meinen Auftraggeber freuen würde, etwa einen Pharmakonzern. Sondern: Was rauskommt, kommt raus.“

Der ethische Anspruch ist hoch: Neutral und wertfrei sollen sich Forscherin und Forscher dem Untersuchungsgegenstand nähern, sachlich und frei von persönlichen Begehrlichkeiten, nur von der Suche nach Wahrheit inspiriert. Fälschung und Betrug treffen die hoch vernetzte, moderne Forschung hart, denn jedes Ergebnis muss als Fundament des nächsten dienen. Wissenschaftler, die fälschen und verschweigen, produzieren ratlose Kolleginnen und Kollegen, deren Ideen nicht funktionieren.

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