EU-Außengrenzen: Kalkulierte Katastrophe


Strand von Chios/Griechenland © Tim Lüddemann @ flickr.com (CC 2.0)
In Griechenland bahnt sich eine humanitäre Notsituation an. Zehntausende Geflüchtete stauen sich dort, weil ihnen die Weiterreise verwehrt wird. Europa schafft sich eine Katastrophe.

Von Tim Lüddemann|MiGAZIN

Europa macht dicht. Nachdem im letzten Jahr Ungarn, Slowenien und Österreich Zäune an ihren Grenzen errichtet hatten, zieht nun Mazedonien nach. Ende letzten Jahres hatte der Balkanstaat begonnen, nur noch Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan einreisen zu lassen. Seit dieser Woche wird auch Afghanen die Einreise verwehrt, die laut UN-Flüchtlingshilfswerk ein Drittel der Geflüchteten ausmachen. Das Ziel der europäischen Staaten ist die Migrationsbewegung nach Europa zu stoppen. Damit hat allerdings Griechenland ein Problem, denn es kann seine Seegrenzen wesentlich schlechter abschotten. Zudem ist es auf die Türkei angewiesen, die Geflüchtete bereits an der Ausreise hindern soll. Die türkischen Behörden zeigen jedoch nur mäßiges Interesse an diesem Vorhaben.

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