An den Grenzen der Physik


Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN
Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN
Für Physiker gab es in den vergangenen Jahren einiges zu feiern. Erst gelang 2012 mit dem Teilchenbeschleuniger LHC in Genf der Nachweis des Higgs-Teilchens – eine Jahrhundertentdeckung. Denn die damit verbundene Theorie erklärt, wie Teilchen die Masse der Materie bilden: Planeten, Sterne und auch uns Menschen.

Von Marc Hasse|Berliner Morgenpost

Vor drei Wochen gaben US-Forscher eine weitere Sensation bekannt: Mithilfe der beiden Ligo-Observatorien in den Bundesstaaten Washington und Louisiana hatten sie erstmals Gravitationswellen aus dem All nachgewiesen – fast 100 Jahre nach der Beschreibung dieses Phänomens durch Albert Einstein. Die Wellen entstehen insbesondere, wenn große Objekte beschleunigt werden, etwa bei der Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern und bei der Explosion eines Sterns am Ende seines Lebens.

Nach den jüngsten Entdeckungen viele Fragen

Bei einem „Physik-Gipfel“ in Hamburg diskutieren nun in dieser Woche rund 1400 Wissenschaftler aus der ganzen Welt, wie es weitergehen soll mit den Untersuchungen am Forschungszentrum CERN in Genf und mit der Analyse von Gravitationswellen. Denn trotz aller Fortschritte sind Forscher immer noch weit davon entfernt, die Entwicklungsschritte des Universums seit dem Urknall und dessen heutige Zusammensetzung ganz zu verstehen. Ausrichter der Frühjahrstagung ist die Sektion „Materie und Kosmos“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Unter den Teilnehmern seien viele junge Forscher, die am Beginn ihrer Karriere stünden, sagt Tagungsleiter Johannes Haller, Physikprofessor an der Uni Hamburg.

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