Vatikan Kardinal lehnt Rücktritt nach Missbrauchaffäre ab


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Der australische Kardinal George Pell hat einen Rücktritt als Finanzchef des Vatikans im Zusammenhang mit Vorwürfen des Kindesmissbrauchs gegen Geistliche in seinem Heimatland abgelehnt.

Berliner Zeitung

Ein Rücktritt „würde einem Schuldeingeständnis gleichkommen“, sagte der 74-Jährige in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem australischen Fernsehsender Sky News. Sollte Papst Franziskus seinen Rücktritt verlangen, werde er aber „tun, was immer er will“.

Pell war in der zurückliegenden Woche vier Tage lang von der australischen Missbrauchskommission zu Vorwürfen gegen Geistliche in seiner Heimat befragt worden. Dabei räumte er persönliche Fehler im Umgang mit den Anschuldigungen ein. Nach eigenen Angaben erfuhr Pell etwa im Jahr 1974 von sexuellen Übergriffen eines Priesters.

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