Christliche Schulen dürfen keine Flüchtlingskinder unterrichten?


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Bremer SPD blockiert Angebote der Privatschulen, Flüchtlingskinder zu unterrichten. Darunter sind katholische, freie evangelische und Waldorf-Schulen. CDU-Bundestagsabgeordnete Motschmann: „Das ist skandalös“, denn für 600 Kinder fehlen Schulplätze

kath.net

In Bremen dürfen Privatschulen keine Integrationsklassen für Flüchtlingskinder einrichten. Das hat die Bremer SPD-Fraktion entschieden. Wie die Pressesprecherin der Bildungssenatorin, Annette Kemp, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, waren mehrere Privatschulen bereit, Vorklassen für Flüchtlingskinder anzubieten. Darunter seien die katholische St.-Johannis-Schule, die Freie Evangelische Bekenntnisschule und zwei Waldorfschulen gewesen. Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) habe diese Initiativen auch begrüßt. Doch in ihrer Fraktion habe sie kein Einvernehmen erzielen können. Kemp: „Im politischen Raum gab es nicht die notwendige Zustimmung für diesen Weg.“ Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Mustafa Güngör, sprach gegenüber idea von einer „theoretischen Diskussion“. Bisher habe ihm kein ernsthaftes Angebot der Privatschulen vorgelegen, über das man hätte abstimmen können. Güngör: „Noch immer sind viel zu viele Fragen offen.“ In Medienberichten hieß es, SPD-Politiker befürchten eine religiöse Bevormundung der Flüchtlingskinder. Man dürfe sie nicht zwingen, eine christliche Schule zu besuchen. In Bremen regiert eine Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

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