Uni-Streit auf dem Rücken der Muslime


Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund
Die TU Dortmund hat ihren „Raum der Stille“ geschlossen. Auch andere Universitäten schließen ihre Räume wieder. Statt zuzugeben, dass es ihnen zu viel Arbeit macht miteinander zu reden, verweisen sie nun auf die Trennung von Staat und Kirche.

Von Lilith Becker|evangelisch.de

Moritz Kordisch fühlt sich nicht verantwortlich für das, was passiert ist. Er sagt: „Der AStA ist bei der Sache ganz gut rausgekommen – Glück gehabt.“ Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität (TU) Dortmund hatte 2012 eine Aufgabe übernommen: den neu eingerichteten „Raum der Stille“ zu verwalten. 2014 war Moritz Kordisch zum Vorsitzenden des AStA gewählt worden. Zwei Jahre, in denen in Vergessenheit geriet, wer da für was verantwortlich sein sollte.

Vier Jahre später, Februar 2016, nun dies: „Wir (betrachten) den Versuch, einen neutralen und allen Glaubensrichtungen in gleicher Weise zur Verfügung stehenden ‚Raum der Stille‘ zu schaffen, leider als gescheitert“, schreibt das Rektorat der TU Dortmund als Antwort auf einen offenen Brief Studierender, die versucht hatten, die Schließung des Raumes zu stoppen.

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