Er freute sich einst über 9/11


Adam Deen – hier bei einem Auftritt vor der Oxford Union – hiess früher anders. Dann schwor er dem radikalen Islam ab. Bild: watson.ch
Adam Deen war Islamist und freute sich über 9/11. Dann wurde ihm klar: Etwas stimmt nicht mit uns. Heute klärt er über die Gefahren des radikalen Islams auf – auch in Zürich.

Von Daniel Fuchs|Aargauer Zeitung/Watson

11. September 2002: Ein Jahr ist seit den Terroranschlägen in den USA vergangen. In London wollen ein paar junge Männer den Jahrestag feiern. Keine Gedenkfeier soll es sein, nein, die Tat der 9/11-Attentäter wollen sie bejubeln. So, wie sie das nach dem Einsturz der Zwillingstürme ein Jahr zuvor auch schon getan haben.

Hakan Cerrah ist einer der jungen Männer. An diesem Tag fühlt er sich komisch. Schon als einer der Freunde ein Poster mit der Aufschrift «The magnificent 19» ausrollt. «Die glorreichen 19» – das Poster erinnert an die 19 Terroristen, welche die Flugzeuge in das World Trade Center und ins Pentagon flogen. Hakan ist angewidert. Trotzdem geht er mit seinen extremistischen Freunden mit. Wie er so oft mitgegangen ist: Um Koranverse zu rezitieren, zu den Hasspredigten. Zu den Treffen der Islamisten-Organisation al-Muhajiroun.

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