Bremen: Aleviten sollen erstmals einen Platz im Rundfunkrat bekommen


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Die muslimische Religionsgemeinschaft der Aleviten könnte in Bremen erstmals in einen öffentlich-rechtlichen Rundfunkrat einziehen. Die entsprechende Änderung des Radio-Bremen-Gesetzes könnte bald beschlossen werden.

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In Bremen könnte die muslimische Religionsgemeinschaft der Aleviten erstmals in einen öffentlich-rechtlichen Rundfunkrat einziehen. Das sieht die Novelle des Radio-Bremen-Gesetzes vor, die voraussichtlich Mitte kommender Woche in zweiter Lesung in der Bremischen Bürgerschaft diskutiert und beschlossen wird. Weitere Rundfunkratssitze sollen an die Humanistische Union, Vertreter von Schwulen und Lesben sowie an eine Organisation von Menschen mit Behinderungen gehen.

Das Land Bremen schloss im Oktober 2014 einen Staatsvertrag mit den Aleviten, der Rechte und Pflichten der muslimischen Religionsgemeinschaft regelt. Demnach wird auch eine „angemessene Repräsentanz“ von Vertretern der Alevitischen Gemeinde in Gremien gewährleistet, in denen gesellschaftliche Vielfalt angestrebt wird. Dazu gehört der ehrenamtliche Rundfunkrat, der unter anderem den Intendanten wählt und den Haushalt der Anstalt genehmigt.

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