Gott, hilf


der_die_das_gott

Ein Muslim, ein Christ und ein Buddhist treffen sich im mongolischen Grasland zum Wettstreit der Argumente – und hinterher trinken alle gegorene Stutenmilch und verstehen sich nach einem wilden Zechgelage. Ein Traum? Nur fast.

Von Kai Strittmatter|Süddeutsche.de

Himmel. Auch so genervt? Fassungslos? Über die globale Renaissance der Religion im hysterischen Gewande? Wirklich weg waren sie ja nie, die selbstgerechten, bigotten, im Extremfall mörderischen Moralapostel unter den Religiösen, denen ihr Gott, Allah, Jahwe, Shiva oder Buddha zu nichts gut ist, als ihn dem jeweils anderen einfach überzustülpen. Aber dass man sie seit ein paar Jahren wieder ernst nehmen soll, dass sie die öffentliche Debatte und den Lauf der Welt bestimmen, das tut weh. So. Was tun? Ich weiß es nicht. Ich habe aber einen Traum: Was, wenn die Hand Gottes die ganze hartherzige Bagage packte und weit hinten in der Mongolei wieder ablüde?

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