Ein humanitärer Korridor für wenige Erwählte


„Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt“ Matthäus 12:14

Während ihre Mutter nebenan einen italienischen Sprachkurs besucht, malt Falak gemeinsam mit ihrem Bruder Hussein mit bunten Filzstiften ein Haus nach dem anderen auf große weiße Papierbögen.

Von Bettina Gabbe|evangelisch.de

Die siebenjährige Syrerin trägt ein rosa Kopftuch mit weißen Punkten und einer Stoffblume auf dem nackten Kopf, denn seit ihrer Ankunft in Rom erhält sie in einem kirchlichen Krankenhaus Chemotherapie. Gemeinsam mit ihren Eltern gelangte sie über ein Pilotprojekt für einen humanitären Korridor vom Libanon aus auf sicherem Weg nach Italien.

„Im Libanon haben wir jahrelang in einer Garage gelebt“, erzählt Falaks Vater Suliman Al Hourani. Mit der Reparatur von Elektrogeräten hielt der 34-Jährige seine Familie dort über Wasser, seit sie 2013 aus Homs geflohen waren. Die Al Houranis gehören zu den insgesamt 1.000 Flüchtlingen, die die katholische Gemeinschaft Sant’Egidio im Rahmen des mit der italienischen Regierung abgestimmten Projekts zunächst vom Libanon aus, später auch von Marokko und Äthiopien nach Italien bringen will.

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