Warum lehnen es westliche Kirchen ab, Glaubensgeschwistern zu helfen?


UN-Posten in Syrien, Golan Höhen. Bild: RF
UN-Posten in Syrien, Golan Höhen. Bild: RF
Experte von Christian Solidarity International fordert Christen dazu auf, als erstes ihren Glaubensgeschwistern zu helfen. Doch selbst Kirchen lehnten das mitunter ab mit der Begründung, man wolle Muslime nicht diskriminieren.

kath.net

Ein düsteres Bild von der Zukunft der Christen im Irak zeichnet der Nahost-Verantwortliche von Christian Solidarity International, John Eibner (Zürich). „Wenn die aktuelle Entwicklung weitergeht, trifft die Christen im Nahen und Mittleren Osten das gleiche Schicksal wie die Juden“, sagte er in einem Interview. „Noch 1948 lebten im Irak etwa 130.000 Juden – heute sind es noch zehn.“ Leider werde das Schicksal der Christen im Nahen Osten in den USA bisher kaum wahrgenommen, so der gebürtige US-Amerikaner. Einen Grund dafür sehe er darin, dass die meisten Christen in den Vereinigten Staaten Protestanten seien. Die Christen im Nahen Osten seien in ihren Augen keine Glaubensgeschwister: „In der Region gibt es orthodoxe, koptische, syrische und andere Christen. Wenn ein durchschnittlicher amerikanischer Protestant einen ihrer Bischöfe sieht – er hat wahrscheinlich einen dunkleren Teint, einen langen Bart und eine komische Kleidung –, wird er denken: Wie sieht der denn aus?“

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