Anders Breivik: Der Massenmörder hält den Rechtsstaat zum Narren


Bild: 2083 - A European Declaration of Indepence
Bild: 2083 – A European Declaration of Indepence
Norwegens Staatsfeind Nr. 1 steht wieder vor Gericht, diesmal als Kläger: Anders Breivik hält seine Haftbedingungen für unvereinbar mit den Menschenrechten. Die Bürger beschäftigt eine andere Frage.

Von Per Hinrichs|DIE WELT

Er ist wieder da. Vier Jahre lang war er weggeschlossen, studierte in seiner Einzelzelle, spielte an seiner X-Box-Konsole oder zappte durchs Fernsehprogramm. Einmal in der Woche durfte er für eine Stunde in den 50 Quadratmeter großen „Hof“, um spazieren zu gehen. Ansonsten: kein Besuch, kein Internet, keine Kontakte zu anderen Gefangenen.

Norwegens schlimmster Massenmörder, Anders Behring Breivik, 37, verbüßt eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes an 77 Menschen, die er 2011 bei einem Bombenanschlag in Oslo und bei einem Amoklauf auf der Insel Utøya getötet hat. Für Norwegens Staatsfeind Nummer eins gibt es ab morgen wieder ein wenig Abwechslung und Aufmerksamkeit: Er steht vor Gericht. Und das sorgt im Land der Fjorde und des Friedens für Diskussionen.

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