„Ali9“ und „Ali9 aktuell“: Die Video-Arbeit des NSU


Szene aus dem Bekennerfilm des NSU. (Foto: dpa)
  • Der NSU hat für sein Bekennervideo mit der Trickfilmfigur Paulchen Panther großen Aufwand betrieben.
  • Die Dateinamen, sagt ein Zeuge im NSU-Prozess, „sind unglaublich präzise, was Bearbeitungsstände betrifft“.
  • Wie eine BKA-Beamtin darstellte, besaß der NSU eine Art „Drehbuch“, das die Terroristen für die Konzeption ihres Films benutzten.

Von Tanjev Schultz|Süddeutsche.de

Das NSU-Bekennervideo ist ein widerliches, aber auch ein ziemlich komplexes Werk, zumindest technisch gesehen. Es hat eine Länge von 15 Minuten, in denen die Trickfilmfigur Paulchen Panther die Erzählung bestimmt und die Morde und Anschläge der Neonazis vorführt. Der Aufwand, das alles zu schneiden und zu montieren, muss beträchtlich gewesen sein. Das zeigen auch die Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA), die ein Beamter am Dienstag im NSU-Prozess vorstellte. Sie werfen auch die Frage auf, ob es nicht weitere Personen gab, die an der Erstellung des Films mitgewirkt haben.

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