Salafisten in Frankfurt: Pierre Vogel predigt im Einkaufszentrum


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Die salafistische Szene sorgt auch in Frankfurt immer wieder für Aufsehen. Erst am vergangenen Wochenende kommt es wegen eines geplanten Szene-Treffens zu einem größeren Polizeieinsatz. Auch Salafistenprediger Pierre Vogel wird mal wieder in der Stadt gesichtet.

Von Hanning Voigts|Frankfurter Rundschau

Der junge Mann reckt seinen Zeigefinger in die Luft, ernst blickt er in die Kamera. „Pierre Vogel ist ein Mensch, der die Wahrheit ausspricht“, sagt er. „Und die Leute fürchten so was, weil die Leute wollen das hören, was in den Medien zusammengesetzt wird.“ Hinter ihm, mit einem feixenden Grinsen, steht Pierre Vogel selbst. Später wird der Salafistenprediger den Arm um den Jugendlichen und seinen Kumpel legen, ihnen empfehlen, sich auf den Pfad der Tugend und des Gebets zu begeben. „Der, der von Sünden zurückkehrt, ist wie derjenige, der keine Sünde gemacht hat“, sagt Vogel. „Wir machen alle Fehler, vielleicht seid ihr bei Allah besser als ich.“

Die Szene im Einkaufszentrum MyZeil, die in einem Video auf Vogels Facebook-Seite zu sehen ist, hat sich am vergangenen Wochenende abgespielt. Allem Anschein nach war der Salafist, der im Rheinland lebt, aber enge Kontakte ins Rhein-Main-Gebiet unterhält, mal wieder in Frankfurt unterwegs. Und wie das Video zeigt, hat er sich dabei erneut in seiner Lieblingsrolle inszeniert: Als Kümmerer und islamischer Straßensozialarbeiter, der Jugendlichen aus prekären Verhältnissen dabei hilft, ein gottgefälliges Leben zu führen.

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