Grünen: „Die religionspolitische Landkarte wird bunter“


Bündnis 90/Die Grünen -  Simone Peter
Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter © dpa
Schon lange ist das Tischtuch zwischen den Grünen und den Kirchen nicht mehr zerschnitten. Die Partei plädiert aber für Reformen beim Verhältnis von Staat und Religionen. So sollen Nicht-Gläubige stärker Gehör finden.

Von Birgit Wilke | domradio

Lange und heftig haben die Grünen debattiert und um Formulierungen gerungen. Schließlich galt es, Positionen von Atheisten, Agnostikern, Christen und Angehörigen anderer Religionen zusammenzubringen. Nun liegen Vorschläge für eine mögliche Neujustierung des Verhältnisses von Staat zu Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften vor. Am strittigsten waren kirchliches Arbeitsrecht und Kirchenfinanzen.

Fast zwei Jahre haben sich 24 Grüne in einer eigenen Kommission in zehn Sitzungen damit beschäftigt. Den Vorsitz hatte die Berliner Landesvorsitzende Bettina Jarasch, die auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist. Außerdem dabei waren unter anderem die Bundesvorsitzende Simone Peter, die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt und der kürzliche als religionspolitischer Sprecher zurückgetretene Volker Beck. Zudem brachten Muslime und Vertreter des kirchenkritischen Arbeitskreises „Säkulare Grüne“ ihre Positionen ein.

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