Ist der Islam eine Religion des Friedens?


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Der Scheich Ahmed Mohammad al-Tayyeb besuchte auch das Rathaus in Münster. Foto: picture-alliance/dpa

Münster (idea) – Der Islam ist eine Religion des Friedens. Alle Muslime sind aufgerufen, sich gemeinsam mit allen Glaubensgemeinschaften gegen den Terrorismus zu stellen. Diese Meinung vertrat der Groß-Imam der al-Azhar-Universität in Kairo (Ägypten), Scheich Ahmed Mohammad al-Tayyeb, am 17. März auf einer Religionskonferenz der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der 70-Jährige gilt als einer der höchsten Autoritäten der sunnitischen Muslime. Der Scheich sagte weiter: „Islam und Salam (Frieden) sind zwei Seiten einer Medaille.“ So komme im Koran der Begriff „Frieden“ 140-mal, das Wort „Krieg“ hingegen nur sechs Mal vor. Für die „Hölle der Kriege“ dürften nicht der Islam und Religionen allgemein verantwortlich gemacht werden. Sie würden für politische Absichten missbraucht. Der Deutschlandbesuch des Scheichs geht auf eine Initiative der Universität Münster zurück. Wie ihre Pressestelle mitteilte, hatte der Leiter des dortigen Zentrums für Islamische Theologie, Prof. Mouhanad Khorchide, al-Tayyeb in Kairo besucht. Dort habe der Scheich ihm mitgeteilt, dass er vor dem Hintergrund der vielen Gewalttaten im Namen des Islams gerne eine „globale Friedensbotschaft“ verkündigen würde. Vor seinem Aufenthalt in Münster war al-Tayyeb zu Gast im Bundestag in Berlin.

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