Was an Karfreitag und Ostern verboten ist – und was nicht


Tanzen gehen? An den stillen Feiertagen ist das verboten. (Foto: dpa)
Bayern und Baden-Württemberg nehmen die „stillen Feiertage“ besonders streng – aber auch in Berlin gibt es ein Tanzverbot. Auch manche Filme dürfen nicht gezeigt werden.

Von Elisa Britzelmeier|Süddeutsche.de

Wer danach sucht, wo man an den Feiertagen in München so hingehen kann, wird wohl schneller bei Gottesdiensten landen als im Club. Denn Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag sind in Bayern als „stille Feiertage“ besonders geschützt – und damit gilt das viel diskutierte Tanzverbot. Genauer gesagt: Nur Veranstaltungen mit „ernstem Charakter“ sind erlaubt. Und weiter heißt es im bayerischen Feiertagsgesetz: „Am Karfreitag sind außerdem in Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art verboten.“

Für jedes Bundesland gelten andere Regeln. In Bayern, wo man es mit den stillen Feiertagen besonders streng nimmt, beginnt der angeordnete Schutz am Karfreitag um Mitternacht. Wer tanzen gehen will, muss bis Ostersonntag warten. Schon seit Jahren halten das viele für nicht mehr zeitgemäß in einer säkularen und nicht mehr rein christlich geprägten Gesellschaft.

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