In Deutschland sterben viele Insektenarten aus


Ein Rosenkäfer bei seiner Befruchtungsarbeit Foto: dpa (2)/fotolia.com
Experten schlagen Alarm ob des anhaltenden Insektensterbens. Seine Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar – sie könnten uns aber teuer zu stehen kommen.

Von Monika Offenberger|Badische Zeitung

Wer in den 70er-Jahren mit dem Auto unterwegs war, musste nicht nur häufiger Sprit nachfüllen als heute. Es gab einen weiteren Grund, öfter mal anzuhalten: Insektenleichen übersäten die Windschutzscheibe. Was man heute von der Scheibe kratzen muss, reicht nicht annähernd an die Mengen von damals heran. Der Rückgang unserer Fluginsekten hat inzwischen dramatische Ausmaße angenommen, warnt der Naturschutzbund (Nabu).

Allein in Nordrhein-Westfalen hat ihre Biomasse in den vergangenen 25 Jahren mancherorts um bis zu 80 Prozent abgenommen. Das zeigen Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld, die kürzlich Thema einer Anhörung vor dem Umweltausschuss des Bundestages waren. Experten schlagen Alarm ob des anhaltenden Insektensterbens. Seine Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar – sie könnten uns aber teuer zu stehen kommen.

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