Terror-Brüder: Gemeinsam in den Tod


© dpa Khalid und Ibrahim el Bakraoui sprengten sich in Brüssel in die Luft, mindestens 31 Menschen starben, über 260 wurden verletzt.
Brüssel, Paris, Boston: Bei islamistischen Terrorangriffen sind auffällig oft Geschwister unter den Attentätern. Warum sich so häufig Brüderpaare für den Dschihad begeistern – und sie gemeinsam in den Tod gehen.

Von Daniel Schreckenberg|Frankfurter Allgemeine

Als sich Khalid El Bakraoui am Dienstag um kurz nach neun Uhr in einem Metroabteil im Brüsseler Europaviertel in die Luft sprengte, folgte er seinem älteren Bruder in den Tod. Ibrahim El Bakraoui hatte eine Stunde zuvor in der Ankunftshalle des Flughafens Zaventem ebenfalls einen Selbstmordanschlag verübt.

Es ist nicht das erste Mal in der jüngeren Geschichte des islamistischen Terrors, dass sich Geschwister dem Dschihad anschließen. Auffällig oft sind es Brüderpaare, die sich gemeinsam radikalisieren, in Syrien ausgebildet werden und kämpfen oder als Attentäter den „Heiligen Krieg“ gegen Ungläubige auf europäischem oder amerikanischem Boden führen. Statt reiner „Glaubensbrüder“ wie die Propagandaschriften des IS ihre Kämpfer oft nennen, sterben dann echte Familienangehörige.

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