Gott schwächelt – Taufe unter weltlichen Polizeischutz


Der evangelische Landesbischof Frank Otfried July (Mitte) und Hanna Josua (2. von links), Pfarrer der arabischen Gemeinde, leiten in der Stiftskirche die Taufzeremonie für die zum Christentum konvertierten früheren Muslime aus Syrien und dem Irak. Foto: Schiermeyer
Acht Flüchtlinge – frühere Muslime aus Syrien und dem Irak – sind zum Christentum übergetreten und haben sich im Ostergottesdienst der Stuttgarter Stiftskirche taufen lassen. Wegen ominöser Warnungen im Vorfeld musste sich die Polizei bereithalten.

Von Matthias Schiermeyer|STUTTGARTER ZEITUNG

Die Täuflinge haben uns heute beschenkt“, sagt der evangelische Landesbischof Frank Otfried July. „Sie haben uns daran erinnert, was es heißt, getauft zu sein.“ Für die Stuttgarter Stiftskirchengemeinde war der Ostergottesdienst ein ungewöhnliches Ereignis: Acht frühere Muslime aus Syrien und dem Irak – eine Frau und sieben Männer – haben sich taufen lassen und damit offen zum Christentum bekannt. Im Vorjahr hatte es in der Kooperation mit der arabischen Gemeinde schon ein ähnliches Fest gegeben, doch der am Ostersonntag von July und Pfarrer Hanna Josua geleitete Taufakt stand angesichts der Flüchtlingskrise und der terroristischen Bedrohung durch Islamisten unter ganz besonderen Vorzeichen.

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