Käßmanns Lob der Feindesliebe ist richtig


Margot-KässmannMan solle Terroristen „mit Beten und Liebe“ begegnen, meint Margot Käßmann. Damit stellt sie sich gegen die Vergeltungslogik. Ein Kommentar.

Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Die evangelische Theologin Margot Käßmann warnt vor Rachegelüsten gegenüber Terroristen. In einem Interview mit der Bild-Zeitung antwortete sie auf die Frage, was wohl Jesus zum Terror sagen würde: „Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!“ Auch wir sollten versuchen, „den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen“, folgert die frühere EKD-Ratsvorsitzende daraus.

Wie bitte? Für Terroristen beten? Mörder lieben? In den sozialen Netzwerken wird Käßmann für ihre Äußerung mit Kritik überschüttet. Viele Kommentatoren wünschen sich ein wehrhaftes Christentum und keines, das ein Herz für Mörder zeigt.

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1 Comment

  1. Da wird gebetet und gebetet und was ist das Ergebnis ? Kriege, Mord und Totschlag, Greueltaten, Elend und Not. Seit jeher hat kein gnädiger Gott liebevoll darauf geantwortet, geschweige denn dauerhaften Frieden für die Menschheit gebracht. Die Realität ist, Feindesliebe wurde und wird in allen kriegerischen Auseinandersetzungen als Verrat betrachtet und entsprechen bestraft. Die friedliebenden Beter haben dann allerdings wieder die Möglichkeit für die Delinquenten zu beten. Über den Erfolg braucht man jedoch sicherlich nicht zu diskutieren.

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