Bangladeschs Justiz lehnte Streichung von Islam als Staatsreligion ab


Bangladeschs Hohes Gericht hat am Montag einen Antrag auf Streichung des Islam als Staatsreligion abgelehnt.

derStandard.at

Die Kammer aus drei Richtern wies den erstmals vor 28 Jahren gestellten Antrag binnen Minuten zurück, wie ein Journalist aus dem Gericht berichtete. Die Richter hätten nicht einmal die Plädoyers angehört. Islamisten feierten den Urteilsspruch.

Der Anwalt Subrata Chowdhury, der die säkularen Aktivisten der Gerichtsanrufung vertrat, äußerte sich enttäuscht über das Urteil. Das Hohe Gericht habe den Initiatoren nicht erlaubt, ihre Argumente darzulegen. „Die Richter sagten einfach, der Antrag sei abgelehnt.“ Die Initiatoren argumentierten, dass die Festsetzung des Islam als Staatsreligion in der Verfassung nicht-muslimische Minderheiten diskriminiere. Die Regierung von Sheikh Hasina verfolgt zwar eine säkulare Politik, unterstützte den Antrag aber nicht.

weiterlesen