Amerikaner haben nichts gegen Folter


Nach einer Reuters-Umfrage ist in den USA die Angst vor einem Terroranschlag hoch, man fürchtet jedoch eher, einem amerikanischen Amokläufer ausgeliefert zu sein

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Donald Trump hätte nicht solche Erfolge, wenn er nicht sagen würde, was viele Amerikaner denken. So hatte er unter vielem anderem erklärt, dass er eigentlich befürworten würde, Terrorverdächtige zu foltern, zumindest mit „water boarding“, was unter Bush zu den „verschärften Verhörmethoden“ zählte und praktiziert wurde. Er drohte auch an, als Präsident schärfere Maßnahmen gegen die Bösen zu befürworten und den Islamischen Staat schlicht mit Bomben auszuradieren („bomb the hell out of ISIS“).

Eine repräsentative Reuters/Ipsos-Umfrage, die Ende März nach den Anschlägen in Brüssel durchgeführt wurde, macht nun klar, dass Trump den Willen des Volkes äußerte. 63 Prozent erklärten, dass Folter gegenüber verdächtigen Terroristen oft oder manchmal gerechtfertigt sei, um Informationen zu erhalten. Nur 15 Prozent sagten, Folter sollte niemals verwendet werden. 82 Prozent der Anhänger der Republikaner haben grundsätzlich nichts gegen Folter, aber auch 53 Prozent der Demokraten.

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