Sachsen-Anhalt: Deutlicher Anstieg rechtsmotivierter Straftaten


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Vier von fünf politische motivierte Straftaten in Sachsen-Anhalt gehen auf das Konto von Rechtsextremisten. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Land einen deutlichen Anstieg rechtsmotivierter Straftaten.
 

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Sachsen-Anhalt verzeichnet einen deutlichen Anstieg rechtsmotivierter Straftaten. Deren Zahl nahm im vergangenen Jahr nach Angaben von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) um 488 Taten auf 1.749 Delikte zu. Darunter waren auch drei Brandanschläge und 71 weitere Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte.

Registriert wurden auch 109 rechtsmotivierte Gewalttaten. Rechtsmotivierte Taten trügen zu knapp 81 Prozent zur Gesamtstatistik politisch motivierter Kriminalität bei, sagte der Minister am Mittwoch in Magdeburg.

Der Anstieg rechtsmotivierter Straftaten trieb die Gesamtstatistik politisch motivierter Kriminalität im Bundesland in die Höhe: Gegenüber 2014 wurden 428 Taten mehr gezählt. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr damit 2.162 erfasste Delikte, erläuterte Stahlknecht. Dabei sank die Anzahl linksmotivierter Taten leicht von 252 auf 230 Fälle.