Garnisonskirche Potsdam: Drohung mit Anzeige


Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Im Streit um einen Wiederaufbau der Garnisonkirche drohen die Gegner des Projektes jetzt mit juristischen Schritten. Sie werfen der Stiftung Garnisonkirche Potsdam die Verbreitung von Falschinformationen in Bezug auf die Baukosten vor. Falls die Stiftung weiterhin versuche, „mit der Manipulation der Baukosten an die Fördermittel zu kommen“, werde man eine Anzeige wegen Fördermittelbetruges prüfen, teilte die Bürgerinitiative „Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche“ am Donnerstag mit.

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Die Stiftung streue bewusst falsche Informationen, um die Zustimmung der Mitglieder der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) für die Vergabe eines zinslosen Darlehens von 3,25 Millionen Euro zu erwirken, hieß es. Der Kommunikationsvorstand der Stiftung, Wieland Eschenburg, wies die Vorwürfe zurück, wollte sich aber nicht weiter äußern. „Das sind Wiederholungen einer Unterstellung, die dadurch auch nicht besser wird“, sagte er den PNN lediglich.

Wie berichtet soll das Geld der EKBO den Bau des Kirchturms beschleunigen und dadurch zusätzliche Spender gewonnen werden. Einen entsprechenden Vorschlag will sich Landesbischof Markus Dröge von der Frühjahrssynode der EKBO am kommenden Wochenende absegnen lassen. Im Gegenzug für das Darlehen will sich die Landeskirche ein Mitspracherecht bei der Gestaltung des Kirchenschiffs sichern. Dröge pocht darauf, dass an dieser Stelle ein Bruch mit der Tradition zum Ausdruck kommen muss.

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