Käßmanns Pazifismus ist vor allem eines – nicht christlich


Margot-KässmannMit Liebe müsse man den Brüsseler Terroristen begegnen, meint die evangelische Theologin Margot Käßmann. Solcher Pazifismus aber ist nicht moralisch. Warum der gerechte Krieg gelebte Feindesliebe ist.

Von Hannes Stein|DIE WELT

Im Jahre 2006 drang ein Mann mit einer Pistole in eine Schule in Pennsylvania ein. Er verbarrikadierte sich mit zehn Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren in dem Schulgebäude (die Jungen ließ er gehen), dann schoss er auf acht der zehn Mädchen, ehe er Selbstmord beging; fünf der Mädchen starben. Es war ein entsetzliches Verbrechen, eine blutige Tragödie.

Eine besondere Note erhielt sie dadurch, dass sämtliche Opfer der Gemeinschaft der Amish angehörten. Die Amish vergaben dem Mörder sofort. Es gingen Bilder um die Welt, die einen Nachbarn zeigten, einen bärtigen Mann in altmodischer Tracht, wie er den schluchzenden Vater des Todesschützen in den Armen hielt und mit ihm weinte. Dutzende Amish begleiteten den Sarg des Mörders zu seinem Grab. Liebet eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; haltet die andere Wange auch noch hin.

Die Amish sind religiöse Fundamentalisten. Die meisten von ihnen wanderten im 18. Jahrhundert aus der Pfalz und den umliegenden Gebieten nach Nordamerika aus, viele von ihnen sprechen noch heute ihre altmodische Variante des Platt, das „Pennsylvania Dutch“.

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2 Comments

  1. Das ist die käßmännische Art von Willkommenskultur. So könnte z.B. der IS ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, überall und ganz locker sein Kalifat aufbauen. Toll ! Wieder mal sehr „christlich“ gedacht Frau Käßmann ! Aber leider auch, wie so oft in den religiotischen Fantasiewelten, total bescheuert.

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