Das Kreuz mit der Feindesliebe


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„Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen. (…) auf den Hass nicht mit Hass zu antworten, das ist die Herausforderung“, sagte Margot Käßmann in einem heiß diskutierten Interview.

Von Anna Diouf | kath.net

„Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen. (…) auf den Hass nicht mit Hass zu antworten, das ist die Herausforderung.“ So Margot Käßmann in einem heiß diskutierten Interview mit der „Bild am Sonntag“.

Sie hat Recht. Zumindest aus christlich-abendländischer Perspektive sind Gebet und Liebe die Rezepte schlechthin gegen Hass, Gewalt und generell gegen alles Böse. Als Christ ist man zur Feindesliebe explizit und „alternativlos“ aufgefordert und kann sich dem nicht entziehen. Aber auch aus nicht christlicher Perspektive ist diese Haltung nachvollziehbar, denn Hass kann niemals Liebe oder Frieden schaffen, sondern nur wiederum Hass vermehren.
Allerdings hat die Sache gleich mehrere gravierende Haken:

Zum einen ist eine Handlung, die nicht aus Liebe erfolgt, nicht zwangsläufig „hasserfüllt“. Frau Käßmann behauptet indirekt, es gäbe nur diese beiden Optionen. Nun kann man sehr wohl auch Gewalt ausüben, ohne zu „hassen“ – etwa, wenn man sich aus Notwehr einem Menschen widersetzt, gegen den man an sich keinen Hass hegt.

Ein weiterer Schwachpunkt der Argumentation ist die nebulöse Verwendung des Wortes „Liebe“. Was ist denn Liebe?

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