Pünktlich zum Frühling: Die Sektenlandschaft blüht


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Der neue Religionsmarkt ist ein Puzzle aus Meditations- und Yogalehrern, spirituellen Meistern, Geistheilern, esoterischen Heilsverkündern und Anbietern der Alternativmedizin.

Von Hugo Stamm|watson.ch

Ich und Sekten? Nie und nimmer, denkst du. Wie auch die meisten Menschen. Dann gehst du an die Züspa und lässt dich an einem Verkaufsstand von einem Aussteller blenden, der dich mit seinem Redeschwall schwindlig quasselt.

Und ehe du dich versiehst, trottest du mit einem supergenialen Staubsauger heim, der auch Fusel aufsaugt, die Lichtjahre von deinem Stubenteppich entfernt vor sich hinlümmeln. Auf dem Heimweg kommt dir dann in den Sinn, dass du vor drei Monaten schon einen neuen Staubsauger gekauft hast.

Sekten sind immer für die Anderen

Ja, Sekten sind etwas für andere, glaubst du. Und überhaupt: Gibt es heute noch Sekten? Man liest ja kaum mehr von diesen überspannten religiösen Bewegungen und Kulten (ausser natürlich an dieser Stelle). Wir sind inzwischen doch aufgeklärt, geistig unabhängig, und die Welt säkularisiert sich laufend. Dabei vergisst du, dass du mit einem neuen Staubsauger heimwärts trottest.

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