Wie Neonazi-Skins von Blood & Honour unbemerkt in Hiters Heimat und Vorarlberg feierten


„Wir haben das Unmögliche durchgeführt“—so euphorisch wird das Erinnerungsfoto der ungarischen Skinheads vor Adolf Hitlers Geburtshaus, ihrem selbsternannten „Führer“, Anfang März im Internet kommentiert.

Von Thomas Hoisl|VICE.com

Dabei wurde den rechten Touristen so ein Schnappschuss eh nie wirklich unmöglich gemacht: Schon im letzten August reiste eine Handvoll ungarischer Biker vom rechtsextremen Netzwerk Blood & Honour nach Österreich, um an ausgewählten Kultstätten auf Fotosafari zu gehen. Wie beim letzten Mal posierte man, wohl auch dank sprachlicher Unkenntnis, übrigens stolz neben dem „Nie wieder Faschismus“-Denkmal. Im Unterschied zum Besuch im August rollten die Rechten dieses Jahr aber unbehelligt und völlig unbeobachtet von den österreichischen Behörden an.

Erst ein Bericht des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW) machte kürzlich auf den letzten Besuch der ungarischen Skinheads aufmerksam. Diesmal blieb die Gruppe auf ihrem Besuch in Österreich außerdem nicht nur unter sich. Denn nach dem Zwischenstopp in Braunau ging es weiter nach Vorarlberg und zum eigentlichen Ziel des Wochenendtrips: ein Neonazi-Konzert irgendwo im Ländle, um gemeinsam mit deutschen, schweizerischen und österreichischen Gleichgesinnten einen draufzumachen.

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