Friedensforscher: Globale Militärausgaben nehmen wieder zu


In Nordamerika und Westeuropa gaben die Staaten weniger für ihr Militär aus, weltweit sind die Ausgaben im vergangenen Jahr aber gestiegen. Das meiste Geld für Rüstungsgüter wendeten dem Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge die USA auf.

evangelisch.de

Die weltweiten Militärausgaben sind 2015 erstmals seit vier Jahren wieder gestiegen. Annähernd 1,7 Billionen US-Dollar hätten die Staaten insgesamt für ihre Streitkräfte aufgewendet, teilte das in Stockholm ansässige Friedensforschungsinstitut Sipri am Dienstag mit. Das sei eine Zunahme um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die weltweiten Rüstungsausgaben entsprechen demnach 2,3 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

„Insgesamt weisen die Militärausgaben vom vergangenen Jahr gegensätzliche Trends auf“, sagte der Sipri-Forscher Sam Perlo-Freeman. Einerseits seien die gestiegenen Ausgaben ein Ausdruck eskalierender Konflikte und Spannungen in vielen Teilen der Welt. Andererseits sei in einer Reihe von Ländern zu erkennen, dass wegen fallender Ölpreise und der damit verbundenen geringeren Einnahmen auch weniger Geld in Rüstung geflossen sei.

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