Soziologe: Religionsphobie unter Vertretern des „Neuen Atheismus“


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Manche Vertreter des neuen Atheismus haben nach Ansicht des deutschen Religionssoziologen Gert Pickel aus ihrer Abneigung gegenüber dem Glauben eine Phobie vor allen Religionen entwickelt.
 

kathpress

Zu den Ursachen für diese Angst zählten neben einem generellen Nichtverstehen der Haltungen gläubiger Menschen, die Sorge vor religiös motivierter Gewalt sowie vor einer möglichen Einschränkung individueller Freiheit, schilderte der an der Universität Leipzig lehrende Wissenschaftler im Interview der „Salzburger Nachrichten“ (SN) am Dienstag. Religion gelte „per se als etwas Antimodernes“, so Pickel: „Man befürchtet, dass damit das Rad der Zeit zurückgedreht wird. Da ist die Sorge groß, dass Religion und Kirche zu enge Grenzen setzen und den Einzelnen übermäßig kontrollieren.“

Die Abneigung gegen jedwede Religion sei bei manchen „so stark, dass man sie auch als Angstzustand beschreiben kann“, sagte der Religionssoziologe und verwies dazu etwa auf den britischen Wissenschaftler und Atheisten Richard Dawkins. Umgekehrt könne man in einigen Ländern wie den USA oder Israel aber auch eine Art „Atheismusphobie“ beobachten, fügte Pickel hinzu. Viele religiöse Amerikaner etwa hätten „massive Angst vor Atheisten und Säkularen“.

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