Das christliche Armenien wird attackiert


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Aserbaidschans Diktator bricht einen Krieg gegen das christliche Armenien vom Zaun. Er formiert mit der Türkei einen islamischen Zangengriff gegen den kleinen Nachbarn. Erdogan jubelt

Von Wolfram Weimer | The European

Aserbaidschans Präsident Alijew ist ein Diktator in Nadelstreifen – eine Mischung aus anzugtragendem Ölscheich, korrupten Gangsterboss und schillerndem Partygastgeber. Die sprudelnden Ölquellen am Kaspischen Meer haben aus dem kleinen Land eine Art Dubai im Kaukasus werden lassen. Der eitle Herrscher lässt mit den Ölmilliarden (alleine aus Deutschland kommen jedes Jahr mehr als zwei Milliarden) spektakulär bauen, spektakulär feiern und spektakulär Geld beiseite schaffen. Ob Eurovision-Song-Contest oder Europaspiele oder Formel 1 – keine Bühne ist groß genug für den Mann, der mit seiner schillernden Frau und seinen drei Kindern den Ölstaat führt wie ein zwielichtiges Casino mit Schlägerkommandos und glitzernden Scheinwelten.

Pressefreiheit gibt es nicht

Jede Regimekritik mit mit harter Hand unterdrückt, Pressefreiheit gibt es nicht, dafür aber eine florierende Vetternwirtschaft, die die Ölmilliarden in Familienbande und Selbstdarstellung investiert. So wurde schon vor Jahren bekannt, dass der damals elfjährige Diktatoren-Sohn Besitzer von insgesamt neun Strandhäusern in Dubai mit einem Gesamtwert von 44 Millionen Dollar wurde. Seine Töchter besitzen weit verzweigte Konzerne bis hin zu Offshore-Firmen auf den britischen Jungferninseln. Der Staat vergibt Aufträge, und die Firmen der Familienbande bekommen sie. Das „Organized Crime and Corruption Reporting Project“ (OCCRP) hat Alijew 2012 zum „korruptesten Mann des Jahres“ erklärt. Westliche Diplomatendepeschen vergleichen Alijews Regierungsstil mit dem eines „Mafia Gangsterbosses“ oder einer „Clan-Dynastie“.

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