Erdogan lässt 68 Regimekritiker festnehmen


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Nach seinen Versuchen deutsche Satire zu verbieten, macht der türkische Präsident Erdogan erneut auf sich aufmerksam: Der Staatspräsident lässt insgesamt 68 Menschen festnehmen, die einer regierungskritischen Bewegung angehören.

Frankfurter Rundschau

Die türkische Polizei ist am Dienstag mit einer neuen Festnahmewelle gegen die Bewegung des Erzfeindes von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vorgegangen. Bei zeitgleichen Razzien in zahlreichen Landesteilen wurden nach einem Bericht der offiziellen Nachrichtenagentur Anadolu insgesamt 68 Menschen festgenommen, darunter Beamte, Lehrer und Geschäftsleute.

Die Razzien richteten sich gegen Mitglieder der so genannten „Hizmet“ (Dienst)-Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen. Die Gülen-Anhänger betreiben in der Türkei Schulen, Medien und Wirtschaftsunternehmen und haben sich im Laufe der Jahre auch im Behördenapparat großen Einfluss verschafft. Erdogan wirft der Bewegung eine Unterwanderung des Staatsapparates mit dem Ziel eines Umsturzes vor, was „Hizmet“ zurückweist.

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