Muslimische Schüler müssen Lehrerin nicht die Hand geben


Bild: Reuters
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In der Schweiz wollten zwei muslimische Jungen ihrer Lehrerin nicht die Hand geben. Aus religiösen Gründen. Die Schulleitung akzeptiert das – nun ist der Teufel los.

Von Bernhard Honnigfort | Frankfurter Rundschau

Die Schweiz ist ein Land, in dem über alles munter bis heftig debattiert wird. Über Gott und die Welt wird gestritten, es gibt Volksabstimmungen über gerechte Löhne, Einwanderung,  über den Umgang mit Pädophilen, zur Frage, was aus dem Schweizer Gold oder wie mit Millionenerbschaften umgegangen werden soll.

Aber wenig hat das Alpenland derart erschüttert, wie zwei muslimische Jungen aus Therwil im Kanton Baselland, 14 und 15 Jahre alt, die ihrer Lehrerin morgens vor Unterrichtsbeginn nicht die Hand geben wollen, wie das sonst an Schweizer Schulen Usus ist. Die syrischen Hauptschüler weigern sich aus religiösen Gründen: Der Islam verbiete das Berühren fremder Frauen.

Die Schulleitung akzeptierte das, wie am Wochenende bekannt wurde. Im vergangenen Dezember gab es ein Gespräch, nachdem die Lehrerin ihrem Rektor das Verhalten der Jungen geschildert hatte. Man einigte sich auf einen „höfliche Begrüßung ohne Körperkontakt“. „Wir lösten das Problem so, dass die beiden Schüler sowohl die Hand der Lehrerinnen, aber auch die der Lehrer nicht mehr schütteln. Damit ist die Diskriminierung aus der Welt geschafft“, wird der Rektor in Schweizer Zeitungen zitiert.

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2 Comments

  1. Kein Mensch, und dazu gehören auch Schüler, sollte, also welchen Gründen auch immer, gezwungen werden irgendjemandem die Hand zu geben. Nicht aus religiösen Gründen sondern aus generellen freiheitlichen Gründen. Wird Soetwas zur Pflicht, wird der Wert einer solchen Geste zudem zunichte gemacht.

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