Gott weiß mehr als Facebook – die Realität ist eine andere


der_die_das_gottChristen und das Internet – eine spannungsreiche Beziehung. Sollen wir es nutzen, um das Evangelium zu verbreiten? Oder stellen wir möglichst wenig ein, um uns vor Datenklau zu schützen? Darüber hat die Evangelische Kirche im Rheinland am Mittwoch (6. April) unter dem Titel „Mehr digitale Souveränität gewinnen“ diskutiert. Der Internetbeauftragte, Pastor Ralf Peter Reimann, plädiert in seinem Gastbeitrag für freies Teilen nicht-personenbezogener Daten und größtmöglichen Schutz personenbezogener Daten

Von Ralf Peter Reimann | evangelisch.de

Innerhalb der Kirche erlebe ich zwei Verhaltensmuster im Umgang mit Digitalisierung und mit Daten: Einerseits lähmende Angst und Unsicherheit. Die Furcht vor Datenkraken wie Google und Facebook führt dann dazu, Projekte zu killen, um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu stehen. Unter Verweis auf Datenschutz verweigern so Kirchengemeinden den Eintrag ihrer Ortsdaten auf Google-Maps. Auf der anderen Seite gibt es einen unreflektierten Enthusiasmus. In der Digitalisierung sieht man das Heil der Kirche und nutzt ohne nachzudenken Facebook zur Seelsorge.

Auch wenn es in der digitalen Welt Einsen und Nullen gibt: Die ethische Beurteilung ist nicht nur schwarz oder weiß, sondern es gibt verschiedene Schattierungen im grauen Bereich. Dienstleister wie Dropbox, Doodle oder Google Now erleichtern das Leben und machen es bequemer, gleichzeitig geben wir, sobald wir unsere Daten an diese Dienste übergeben, ein wenig Kontrolle über unser Leben an diese Dienstleister ab.

weiterlesen