Migrantenorganisationen warnen vor türkischem „Friedensmarsch“


Ein Bündnis von Migrantenorganisationen protestiert gegen die für Sonntag in mehreren deutschen Großstädten geplanten türkischen Demonstrationen.

evangelisch.de

Die Organisation „Avrupa Yeni Türkler Komitesi“ (AYTK, Europäisches Neues Türken-Komitee) rufe zwar zu einem „Friedensmarsch für die Türkei und die EU“ auf, wolle aber eigentlich für die nationalistisch-islamistische Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstrieren und liberal-demokratische Kräfte einschüchtern, warnte das Bündnis von sieben Organisationen am Donnerstag.

Nationalistische Ziele

Hinter AYTK verberge sich eine der regierenden türkischen AKP-Führung nahestehende, nationalistisch orientierte Organisation, erklärte das Bündnis. An der Mobilisierung zu den Demonstrationen sei neben der AKP-Auslandsorganisation UETD (Union of European Turkish Democrats) auch der deutsche Ableger der türkischen Religionsbehörde Ditib mit Sitz in Köln, beteiligt. Die Ditib dementierte indes vehement eine Beteiligung. Mit den Demonstrationen habe man nichts zu tun, sagte Generalsekretär Bekir Alboga.

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