NSU und Verfassungsschutz: Wann wusste der Verfassungsschutz Bescheid?


Uwe Mundlos (l.) und Beate Zschäpe sollen bei einem V-Mann gearbeitet haben. Foto: dpa
Egal, ob der Verfassungsschutz erst jetzt erfahren hat, dass einer seiner V-Leute Zschäpe und Mundlos in seinem Betrieb beschäftigt hat, oder ob er es schon länger weiß: Akzeptabel ist keine Version.

Von Christian Bommarius | Frankfurter Rundschau

Wenn der Verfassungsschutz alles weiß, aber nichts unternimmt, ist er eine Gefahr. Wenn er nichts weiß und nichts unternimmt, ist er eine Fehlinvestition. Es ist möglich, dass der Bundesverfassungsschutz erst jetzt erfahren hat, dass einer ihrer V-Leute, ein Neonazi in Zwickau, die mutmaßlichen NSU-Mörder Beate Zschäpe und Uwe Mundlos in seinem Betrieb beschäftigt hat, als die ersten der zehn Morde der Terrorgruppe stattgefunden haben. Es ist auch möglich, dass das Bundesamt das schon früher erfahren, aber dem zuständigen sächsischen Landesamt für Verfassungsschutz nicht verraten hat. Ganz gleich, welche Version sich am Ende als die wahrscheinlichste durchsetzen wird – akzeptabel ist keine.

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