Dodo Algermissen und die gefährlich Anderen

algermissenDer Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hält Ungläubige für ein Sicherheitsrisiko. Atheisten sehen in ihm deshalb einen Hassprediger. Wie sich der Konflikt lösen lässt – und was die Auferstehung damit zu tun hat.

Von Hannes Leitlein | ZEIT ONLINE

Osterpredigten sorgen selten für Aufregung. Schon gar nicht selbst ein bis zwei Wochen danach noch. Ein bisschen Auferstehungsromantik, ein bisschen Nächstenliebe – damit sind die fleißigen Kirchgänger erlöst, und am Ostermontag ist die Botschaft auch meist schon wieder vergessen.

Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, hat jedoch mit seiner Osterpredigt einige Gemüter so sehr erhitzt, dass diese – nachdem die Osterfeuer längst erloschen sind – noch immer vor Wut glühen. „Der Mensch ohne Auferstehungsglauben wird zu einem großen Sicherheitsrisiko“, sagte er. Die Hektik und Daseinsangst ließen den Menschen zuschlagen und zerstören. Er gehe buchstäblich über Leichen, bevor er selbst zur Leiche werde. Das zeige sich auch in den Terroranschlägen von Brüssel. „Wo landen wir, wenn wir nur noch formal unseren Glauben bekennen, ihn aber nicht mehr praktizieren?“, fragte er.

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Türkei fordert Strafe für Böhmermann

Screenshot: youtube
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  • Die türkische Regierung erwartet, dass Jan Böhmermann für sein Erdogan-Gedicht strafrechtlich verfolgt wird.
  • Die Bundesregierung will bis Anfang der Woche prüfen, wie sie reagieren soll.

Süddeutsche.de

Die türkische Regierung erwartet Medienberichten zufolge eine Strafverfolgung des ZDF-Moderators Jan Böhmermann in Deutschland wegen seiner umstrittenen Satire über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan. Das habe der türkische Botschafter in einer Verbalnote an das Auswärtige Amt deutlich gemacht, berichtete der Tagesspiegel am Sonntag.

Die Bundesregierung werde den Inhalt der Note sorgfältig prüfen und zügig entscheiden, wie mit dem türkischen Verlangen nach Strafverfolgung umzugehen sei, heißt es aus Berliner Regierungskreisen. Dazu würden Mitarbeiter des Kanzleramts, des Auswärtigen Amts und des Justizministeriums Anfang der kommenden Woche  zusammenkommen.

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Griechische Polizei befürchtet Aufstand in Idomeni

Alarmstufe bei der griechischen Polizei: Im Lager Idomeni wurde zu einem Aufstand aufgerufen. Auf den Inseln in Griechenland sind die Flüchtlingszahlen nach dem EU-Türkei-Pakt aber deutlich gesunken.

DIE WELT

Ein neues Flugblatt hat die Sicherheitskräfte in der nordgriechischen Grenzstadt Idomeni in Alarmbereitschaft versetzt.

Die mehr als 11.000 Flüchtlinge des Elendslagers werden darauf in arabischer Sprache aufgefordert, sich am Sonntagmorgen um neun Uhr zu versammeln, um über die Grenze nach Mazedonien zu marschieren, berichtete der Radiosender Athina 984. Wer die Flugblätter verteilt habe, sei bisher nicht bekannt.

Bereits Mitte März hatte ein ähnliches Flugblatt für einen Sturm auf den Grenzzaun gesorgt. Rund 2000 Flüchtlinge waren damals der Aufforderung gefolgt, einen reißenden Fluss zu überqueren.

Drei Menschen waren dabei ertrunken. Wer es nach Mazedonien schaffte, wurde von den dortigen Sicherheitskräften umgehend zurückgeschickt.

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„Mein Kampf“ in Frankreich

Bild: heise.de
„Letzten Endes läuft alles auf die Frage hinaus — Warum man sich weigern soll, ein historisches Dokuments zu veröffentlichen?“ schrieb das populärwissenschaftliche Magazin L’Histoire in einem Editorial zu Beginn des Jahres. “ Wie kann man es bekämpfen, wenn man nicht darauf zugreifen kann? Wie kann man es in seiner Bedeutung, in seinen Auswirkungen verstehen, wie den Einfluss begreifen, den es in den 1930er Jahren auf die öffentliche Meinung in Deutschland gehabt hat?“

Von Tom Appleton | TELEPOLIS

Um sich mit dem Themenkomplex ausführlich zu beschäftigen, brachte das Magazin ein mehrseitiges Interview mit dem Historiker, der die annotierte Mein Kampf-Ausgabe in Frankreich besorgte, Christian Ingrao.

Nun war mir Ingrao selbst nur insofern ein Begriff, als es zwei Bücher von ihm auf Englisch gibt, beide zum Thema „SS“. Das eine, „Believe and Destroy“, Untertitel „Intellectuals in the SS War Machine“ bringt im Innern des Buches auf 400 Seiten keine einzige Illustration, dafür aber auf dem Cover das magenumstülpende Foto einer Exekution, über deren „wo“ und „wann“ man nur Mutmaßungen anstellen kann. Im Buch selbst gibt es dazu keine unmittelbar erkennbaren Hinweise.

Ich vermute dennoch, dass das Bild bei einem besonders „chaotischen“ Erschießungskommando in Vitebsk, Weißrussland, Mitte Juli 1941 aufgenommen wurde, das Im Buch auf Seite 177/78 ausführlich geschildert wird — (freilich ohne Verweis auf das Titelfoto).

Das Bild hätte nicht einmal „ironisch“ —- und „Ironie“ wäre hier ohnehin ausgesprochen Fehl am Platze gewesen — als Illustration der Titel-These dienen können, dass es bei der SS so etwas wie „Intellektuelle“ gegeben haben könnte. Fast glaubt man an einen subversiven Grafiker, der überhaupt das ganze Buch-Projekt ins Klo schicken wollte.

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Die Reihe der Zuschauer setzt sich auf dem rückseitigen Buchumschlag noch fort.

Wie die Panik unserer Vorfahren zum Menschenopfer führte

Ein «Himmelsgott»-Priester (mit Sternenschweif) tötet ein Opfer (Guatemala, Cozumalhuapa-Kultur, 5./9. Jh.) © akg-images
Der Ursprung von Blutritualen lässt sich als therapeutische Reaktion von Überlebenden kosmischer Katastrophen deuten.

Von Christoph Bopp | bz BASEL

Es gibt die tröstende Dimension der Religion. Der Glaube an eine Gottheit, die uns liebt, sich um uns kümmert und uns beschützt. Es gibt die verstörende Dimension der Religion: Die Furcht vor einer Gottheit, die uns bedroht und die nur mit Opfern freundlich gestimmt werden kann. In letzter Konsequenz werden der Gottheit Menschenopfer dargebracht. Wobei das eine euphemistische Formulierung ist, deren Zweck nur zu deutlich ist: Es geht um das Töten – wenn auch in rituellem Kontext.

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Deutschland sucht 76 Islamisten mit Haftbefehl

A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014.
A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014.
Von den 800 Islamisten, die nach Syrien und in den Irak ausgereist sind, haben sich 60 Prozent radikalisiert. Die Sicherheitsbehörden fahnden nach Dutzenden, die nun in Deutschland abgetaucht sind.

Von Manuel Bewarder | DIE WELT

Die Radikalisierung verläuft meist schnell. Etwa 60 Prozent der Personen, die in den vergangenen Jahren aus Deutschland nach Syrien oder in den Nordirak ausgereist sind, haben sich innerhalb eines Jahres radikalisiert. Das ist eines der wichtigen Ergebnisse einer Analyse vom Bundeskriminalamt (BKA), Bundesamt für Verfassungsschutz und hessischen Kompetenzzentrum gegen Extremismus, das der Innenministerkonferenz vorgelegt wurde. Von null auf Dschihad, quasi.

Inzwischen haben die Sicherheitsbehörden mehr als 800 Islamisten gezählt, die sich in die Kriegsregion aufgemacht haben. Für die Erhebung wurden die Lebensläufe von vielen von ihnen ausgewertet: Sie werden im Schnitt jünger. Und ihre Radikalisierung vollzieht sich häufiger im Verborgenen. Etwa ein Drittel soll mittlerweile zurück in Deutschland sein.

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Künstliche Befruchtungen: Geschwätz vom Vize-Gott

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
«Verfallen wir nicht der Sünde, den Schöpfer ersetzen zu wollen!». Einige Splitter aus dem Dokument Amoris laetitia von Papst Franziskus.

kath.net

Papst Franziskus hat künstliche Befruchtungen als Akt der Manipulation des Lebens verurteilt. Die Zeugung eines Menschen könne nicht von der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau abgekoppelt werden, heißt es in seinem Schreiben «Amoris laetitia» (Freude der Liebe), das am Freitag im Vatikan vorgestellt wurde. Das menschliche Leben und die Elternschaft unterlägen damit vor allen Dingen den Wünschen des Einzelnen oder des Paares.
«Verfallen wir nicht der Sünde, den Schöpfer ersetzen zu wollen!», schreibt Franziskus. «Wir sind Geschöpfe, wir sind nicht allmächtig. Die Schöpfung geht uns voraus und muss als Geschenk empfangen werden», so der Papst. Der Mensch müsse sich so akzeptieren und respektieren, wie er erschaffen sei.

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Deutscher Verfassungsschutz: „Haben IS falsch eingeschätzt“

IS-Flagge / Bild: APA/AFP/JOSEPH EID
„Obwohl er es nicht nötig hätte, seine Leute unter die Flüchtlinge zu mischen, hat er es getan“, sagt Verfassungsschutz-Präsident Maaßen über den IS.

Die Presse.com

Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland hat nach Darstellung seines Präsidenten Hans-Georg Maaßen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) anfangs falsch eingeschätzt. So habe man es zunächst für unwahrscheinlich gehalten, dass der IS den Flüchtlingsstrom nutzen werde, um Anhänger nach Deutschland zu bringen, sagte Maaßen der „Welt am Sonntag“.

„Wir dachten, das Risiko sei schlichtweg viel zu hoch. Mittlerweile wissen wir: Was den IS angeht, müssen wir eben auch dazulernen. Obwohl er es nicht nötig hätte, seine Leute unter die Flüchtlinge zu mischen, hat er es getan. Ich nenne das eine „show of force“ (Machtdemonstration).“

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„Sackdoof, feige und verklemmt …“

Screenshot: youtube
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Jan Böhmermann nahm Präsident Erdoğans Amoklauf gegen die Extra3-Satire zum Anlass, dem türkischen Staatsoberhaupt eine Lektion über den Unterschied zwischen erlaubter Satire und verbotener Schmähkritik zu erteilen. Zu diesem Zweck und in diesem Kontext präsentierte Böhmermann als Negativbeispiel zu Anschauungszwecken sein Schmähgedicht. Dieses bestand aus einer Aneinanderreihung von Schmähungen, die definitiv nicht der Political Correctness huldigten und zum Großteil weit unter der Gürtellinie gingen. Am Schluss empfahl er Erdoğan ironisch, gegen ihn mit dem Scherz-Anwalt Christian Witz vorzugehen.

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Schmähkritik ist eine ehrverletzende Äußerung, die sich in der bloßen Herabsetzung einer Person erschöpft und keine inhaltliche Meinungsäußerung aufweist. Bloße Deklaration einer Beleidigung als Meinung („Ich meine, Sie sind ein A********“) oder als Kunst reicht nicht, um den Schutz der als Grundrechte garantierten Meinungs- und Kunstfreiheit zu erhalten. Auch die Bezeichnung steindummer, talentfreier Autor für einen prominenten Literaten wurde trotz ihres Charakters als Werturteil nicht als zulässige Meinungsäußerung beurteilt.

Richter mögen keinen Sex mit Tieren

Böhmermann glaubte, seine Gesamtperformance und damit auch das enthaltene Schmähgedicht seien von der Satirefreiheit geschützt, die in Deutschland aus guten Gründen sehr weit geht. Von Satirikern erwartet man sogar, dass Sie regelmäßig die Grenzen austesten. Doch bei Sexualität mit Tieren hört im Gerichtssaal der Spaß häufig auf.

Wegen der Tiraden, in denen Erdoğan u.a. als Z*********** bezeichnet wurde und F****** mit Schafen pflegen soll, haben besorgte Bürger Strafanzeige gegen Böhmermann und Würdenträger des ZDF erstattet, so dass die Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht prüft. Vermutlich wird sich die Ermittlung auf den Comedian beschränken, da die Sendeleitung in Mainz wohl keine Kenntnis hatte. Die wäre für ein Vorsatzdelikt wie Beleidigung jedoch erforderlich gewesen.

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Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche: Respekt für Kirchenleitung der EKBO

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Die Entscheidung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), in wenigen Wochen Trauungen homosexueller Paare mit der Ehe gleichzustellen, wurde von der Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) begrüßt.

evangelisch.de

Thomas Beckmann und Markus Gutfleisch von HuK sagten: „Die Landeskirche setzt so den Weg fort, den sie 1991 begann, als sie öffentlich bekannte, Mitschuld an der Verfolgung von Homosexuellen im Dritten Reich zu tragen. Im Jahr 2002 führte sie als eine der ersten Landeskirchen die Segnung von schwulen und lesbischen Paaren ein.“

Der Gleichstellungsbeschluss trage die Handschrift von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*-Menschen in der Kirche. „Unser Respekt gilt der Kirchenleitung der EKBO, die im des letzten Jahr landauf, landab theologische Überzeugungsarbeit leistete,“ so Beckmann und Gutfleisch. „Wir fordern, dass sich die Kirche weiterhin gesellschaftlich und international für gleiche Rechte einsetzt.“

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Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

© Hinterhaus Productions/GettyImages
Wenn niemand mehr Fleisch äße, wären wir und der Planet deutlich gesünder. Dafür liegen jetzt erstaunliche Zahlen vor: Sieben Millionen weniger Tote pro Jahr bis 2050, zwei Drittel weniger Treibhausgase aus der Lebensmittelproduktion. Etwa 1,5 Billiarden US-Dollar würden jährlich eingespart.

Von Carolin Wahnbaeck | GEO.de

Sind Vegetarier die besseren Menschen? Nun, zumindest spricht vieles dafür: Vegetarier töten keine Tiere, um sie zu essen. Sie schonen die Umwelt. Sie ernähren sich gesünder. Und Vegetarier sparen an vielen Stellen Kosten, weil sie seltener krank sind und ihre Ernährungsweise weniger den Klimawandel anheizt. Aber stimmt das alles so? Und wie sähe unsere Welt aus, wenn wir alle Vegetarier wären? Ein Forscherteam um Marco Springmann von der Universität Oxford beantwortet in einer Studie genau diese Fragen mit konkreten Zahlen.

Demnach könnte es bei einer weltweit vegetarischen Ernährung gut sieben Millionen weniger Tote jährlich bis 2050 geben. Die Sterberate sänke um etwa sieben Prozent. Denn wer kein Fleisch, dafür aber mehr Obst und Gemüse isst, wird seltener dick und herzkrank.

Zwei Drittel weniger Treibhausgase gelangten aus der Nahrungsmittelproduktion in die Atmosphäre – eine ordentliche Menge! Denn ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen geht auf das Nahrungskonto. Beide Effekte zusammen wären auch volkswirtschaftlich viel wert: Knapp 1,5 Billiarden US-Dollar könnte man einsparen bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden. Allein die eingesparten Gesundheitskosten wären drei Prozent des erwarteten weltweiten Bruttoinlandsprodukts für 2050.

Die Frage nach der rein vegetarischen Welt stellte sich auch das kanadische Wissensportal AsapScience – und beantwortete sie in einem Video:

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2,8 Kilogramm Astronomie

Susanne Friedrich, Peter Friedrich, Klaus-Peter Schröder Handbuch Astronomie Verlag: Oculum, Erlangen 2015 ISBN: 9783938469736 69,90 €
Susanne Friedrich, Peter Friedrich, Klaus-Peter Schröder
Handbuch Astronomie
Verlag: Oculum, Erlangen 2015
ISBN: 9783938469736
69,90 €

Die Astrophysiker Susanne und Peter Friedrich sowie Klaus-Peter Schröder unternehmen mit ihrem „Handbuch Astronomie“ den Versuch, beobachtenden Amateurastronomen das gesamte Fachgebiet in einem Band nahezubringen. Satte 2,8 Kilogramm bringt der 560 Seiten umfassende Wälzer aus dem Oculum-Verlag auf den Tisch – und als Leser(in) ist man um 70 Euro leichter.

Von Stefan Oldenburg | Spektrum.de

Im Vorwort umreißt Verleger Ronald Stoyan den Anspruch des, wie er schreibt, „bis dato umfassendsten Werks“: Es solle einen „kompetenten, aktuellen und relevanten Überblick über die gesamte Bandbreite der Astronomie“ geben, „von den Grundlagen unseres Verständnisses von Raum und Zeit bis zu den neuesten Erkenntnissen der Astrophysik und Kosmologie.“ Als Zielgruppe definiert Stoyan aktive Himmelsbeobachter: „Wohl noch nie hat es solch ein Astronomiebuch gegeben, bei dem die Aspekte Wissen und Beobachtung auf ähnliche Weise vereint waren.“

Neben den einführenden Worten des Verlegers vermisst man allerdings solche der Verfasser. In angelsächsischen Publikationen ist es seit Jahrzehnten üblich, dass Autoren eingangs ein paar Worte über ihre Motive, die Ziele und die Gliederung ihres Werks verlieren. Ohne sie bleibt der Einstieg seltsam dis­tanziert, und auf die Verlegerworte folgt im „Handbuch Astronomie“ direkt das achtseitige Inhaltsverzeichnis. Daran schließen sich elf Kapitel an. Die mit „Raum und Zeit“ überschriebene Einführung präsentiert astronomische Koordinatensysteme, Zeitrechnungen, Kalender und führt mit der speziellen sowie der allgemeinen Relativitätstheorie in das aktuelle physikalische Weltbild ein.

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Islamgegner blockieren deutsch-tschechische Grenze

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB Die UN-Experten nennen keine Beispiele für den Rassismus, sondern sprechen nur von "bestimmten Parteien und Bewegungen".
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Die UN-Experten nennen keine Beispiele für den Rassismus, sondern sprechen nur von „bestimmten Parteien und Bewegungen“.
Fremdenfeindliche Gruppen aus Deutschland und Tschechien haben gemeinsam Grenzübergänge blockiert. Als Grund nannten sie die geplante Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU.

DIE WELT

Islamgegner aus Tschechien und Deutschland haben am Samstag eigenmächtig den Verkehr an früheren Grenzübergängen zwischen beiden Ländern behindert.

An den Übergangen Cinovec-Altenberg und Kraslice-Klingenthal versammelten sich jeweils rund Hundert Anhänger des tschechischen „Blocks gegen den Islam“ und der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung, wie örtliche Zeitungen berichteten.

Pegida-Initiator Lutz Bachmann stand in Zinnwald nahe Altenberg mit in der Menschenkette, berichtet die „Sächsische Zeitung„. Dort sei der Grenzübergang nur für etwa zehn Minuten gesperrt worden. Die Demonstranten riefen unter anderem: „Festung Europa. Macht die Grenzen dicht“.

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Höcke: Pegida Wegbereiter für AfD-Erfolg

Bild von der gestrigen Pegida-Demo. Twitter
Bild von einer Pegida-Demo. Twitter
Die AfD ist im März in drei weitere Landestage eingezogen. Thüringens Landeschef Höcke schreibt den Erfolg nicht nur der eigenen Partei zu. Und bedankt sich bei den Unterstützern. Lobende Worte findet Höcke auch für eine Partei im Ausland.

Frankfurter Rundschau

Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke sieht in dem islam- und fremdenfeindlichen Protestbündnis Pegida einen Wegbereiter für die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland. Die AfD stehe Pegida inhaltlich nahe, ohne organisatorisch verbunden zu sein, sagte Höcke am Samstag auf einem AfD-Landesparteitag in Arnstadt. Er bezeichnete Pegida als «parlamentarische Vorfeldorganisation in Dresden». Höcke: «Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie ist. Ich sage danke.»

Die rechtspopulistische AfD war bei den Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt in die Landesparlamente eingezogen. In Thüringen und anderen ostdeutschen Bundesländern – mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern – ist die Partei bereits vertreten.

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Wer schändete Giulio Regeni zu Tode?

Giulio Regenis Studentenausweis für Ägypten © DPA
Der Foltertod eines italienischen Studenten in Kairo vergiftet das Klima zwischen Italien und Ägypten. Nun hat Rom seinen Botschafter abgezogen, weil die ägyptischen Behörden wenig dazu beitragen, die grausame Tat aufzuklären.

stern.de

Als man Giulio Regeni fand, halbnackt an einer Schnellstraße bei Kairo, fehlten ihm die Finger- und die Fußnägel. Seine Ohren waren abgeschnitten und der Körper war übersät mit Brandwunden von Zigaretten und Schnitten. Auch Oberarmknochen und Schulterblätter wurden ihm gebrochen. „Animalische, inakzeptable Gewalt“ sei seinem Landsmann zugefügt worden, sagte Italiens Innenminister Angelino Alfano Anfang Februar, nach dem die geschundene Leiche des 28-jährigen Studenten obduziert worden war.

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Millionenkredit für Potsdamer Garnisonkirche

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Die evangelische Kirche unterstützt den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche mit einem Millionendarlehen. Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bewilligte am Samstag einen zinsfreien Kredit in Höhe von 3,25 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Kirchturms.

evangelisch.de

Das Geld soll jedoch erst ausgezahlt werden, wenn die Finanzierung des ersten Bauabschnitts in Höhe von rund 26 Millionen Euro gesichert ist. Dafür will die bundesweite Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) voraussichtlich weitere 1,5 Millionen Euro bereitstellen.

Für den Kredit stimmten 66 der Synodalen, 31 stimmten dagegen, sechs enthielten sich bei der geheimen Abstimmung. Das Kirchenparlament sprach sich zugleich für die Entsendung des EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms in das Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung aus. Die EKD ist bislang mit der Vorsitzenden ihrer bundesweiten Synode, Irmgard Schwaetzer, dem EKD-Militärbischof Sigurd Rink und dem EKD-Bevollmächtigten bei Bund und EU, Martin Dutzmann, vertreten.

KathPorn – Amoris Laetitia

Kardinal Christoph Schönborn präsentierte „Amoris Laetitia“ der Öffentlichkeit. / Bild: APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI
Das Papst-Lehrschreiben „Amoris Laetitia“ ist bereits ein Bestseller. Vier Millionen Ausgaben von 60 verschiedenen Verlegern wurden weltweit gedruckt.

Die Presse.com

Das am Freitag vorgestellte Lehrschreiben des Papstes zu Familie und Ehe, „Amoris Laetitia – über die Liebe in der Familie“, ist bereits ein Bestseller. Vier Millionen Ausgaben wurden von 60 verschiedenen Verlegern weltweit gedruckt, berichtete Giuseppe Costa, Direktor des vatikanischen Verlags „Libreria Editrice Vaticana“ (LEV), am Samstag.

Das Lehrschreiben sei bereits in Nordeuropa, in den USA und in Südamerika veröffentlicht worden. Das Interesse habe alle Erwartungen übertroffen, berichtete Costa nach Medienangaben.

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Papst appelliert, Bettlern Geld zu geben – auch für Alkohol

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
  • Während einer Sonderaudienz anlässlich des Heiligen Jahrs hat Papst Franziskus die Gläubigen dazu aufgerufen, Bettlern Geld zu geben, auch wenn diese das Geld in Alkohol investierten.
  • Der Papst erinnerte an die große Bedeutung, die Almosen in der Bibel hätten, und nannte einige Anforderungen wie Großzügig- und Selbstlosigkeit, die bei der Spende von Almosen eingehalten werden sollten.

Süddeutsche.de

Auch ein Obdachloser, der jeden Cent sofort in Alkohol investiert, verdient nach Ansicht von Papst Franziskus ein Almosen.

Viele rechtfertigten ihre Verweigerung einer Gabe mit dem Hinweis, dass der Empfänger „damit vielleicht eine Flasche Wein kauft, um sich zu betrinken“, sagte der Papst am Samstag auf dem Petersplatz. Diese Leute müssten sich fragen, ob sie „der Richter dieses armen Mannes sind, der von Dir eine Münze für ein Glas Wein fordert“.

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Echoing Israel, US issues emergency warning of ‘credible threats’ in Turkey

A Turkish policeman runs after an explosion on the pedestrian Istiklal avenue in Istanbul on March 19, 2016. (AFP / Bulent KILIC)
US embassy urges tourists to avoid Istanbul, Antalya, day after Israel’s Counter-Terrorism Bureau orders nationals out of country citing immediate terrorist danger

By Tamar Pileggi and AFP |The Times of Israel

The United States embassy in Turkey on Saturday warned American citizens of “credible threats” to tourist areas in Istanbul and the resort city of Antalya, a day after Israel warned of “immediate risks” of attacks.

“The US Mission in Turkey would like to inform US citizens that there are credible threats to tourist areas, in particular to public squares and docks in Istanbul and Antalya,” read the emergency travel warning published on its official website.

“Please exercise extreme caution if you are in the vicinity of such areas,” read the statement.

On Friday night, Israel’s Counter-Terrorism Bureau issued a rare statement underlining a recent travel warning calling on Israelis to avoid visiting Turkey, and urging those currently there to leave as soon as possible.

“Following a situational assessment, we are reiterating and sharpening the high level of threat in Turkey,” Friday’s statement from the bureau said.

“Real and immediate terror threats remain throughout the country,” the statement continued, urging Israelis in Turkey to “avoid crowded tourist areas, follow instructions of local authorities and get out as soon as possible.”

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