Deutschland sucht 76 Islamisten mit Haftbefehl


A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014.
A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014.
Von den 800 Islamisten, die nach Syrien und in den Irak ausgereist sind, haben sich 60 Prozent radikalisiert. Die Sicherheitsbehörden fahnden nach Dutzenden, die nun in Deutschland abgetaucht sind.

Von Manuel Bewarder | DIE WELT

Die Radikalisierung verläuft meist schnell. Etwa 60 Prozent der Personen, die in den vergangenen Jahren aus Deutschland nach Syrien oder in den Nordirak ausgereist sind, haben sich innerhalb eines Jahres radikalisiert. Das ist eines der wichtigen Ergebnisse einer Analyse vom Bundeskriminalamt (BKA), Bundesamt für Verfassungsschutz und hessischen Kompetenzzentrum gegen Extremismus, das der Innenministerkonferenz vorgelegt wurde. Von null auf Dschihad, quasi.

Inzwischen haben die Sicherheitsbehörden mehr als 800 Islamisten gezählt, die sich in die Kriegsregion aufgemacht haben. Für die Erhebung wurden die Lebensläufe von vielen von ihnen ausgewertet: Sie werden im Schnitt jünger. Und ihre Radikalisierung vollzieht sich häufiger im Verborgenen. Etwa ein Drittel soll mittlerweile zurück in Deutschland sein.

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