Dodo Algermissen und die gefährlich Anderen


algermissenDer Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hält Ungläubige für ein Sicherheitsrisiko. Atheisten sehen in ihm deshalb einen Hassprediger. Wie sich der Konflikt lösen lässt – und was die Auferstehung damit zu tun hat.

Von Hannes Leitlein | ZEIT ONLINE

Osterpredigten sorgen selten für Aufregung. Schon gar nicht selbst ein bis zwei Wochen danach noch. Ein bisschen Auferstehungsromantik, ein bisschen Nächstenliebe – damit sind die fleißigen Kirchgänger erlöst, und am Ostermontag ist die Botschaft auch meist schon wieder vergessen.

Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, hat jedoch mit seiner Osterpredigt einige Gemüter so sehr erhitzt, dass diese – nachdem die Osterfeuer längst erloschen sind – noch immer vor Wut glühen. „Der Mensch ohne Auferstehungsglauben wird zu einem großen Sicherheitsrisiko“, sagte er. Die Hektik und Daseinsangst ließen den Menschen zuschlagen und zerstören. Er gehe buchstäblich über Leichen, bevor er selbst zur Leiche werde. Das zeige sich auch in den Terroranschlägen von Brüssel. „Wo landen wir, wenn wir nur noch formal unseren Glauben bekennen, ihn aber nicht mehr praktizieren?“, fragte er.

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1 Comment

  1. Hat dies auf Die Erste Eslarner Zeitung – Aus und über Eslarn, sowie die bayerisch-tschechische Region! rebloggt und kommentierte:
    Sehr interessante These und hochinteressanter Artikel. Wäre eigentlich nur noch zu klären, ob nicht die allermeister Kriege im Namen der Religionsverbreitung missionierender Kirchen begonnen wurde, warum sich gerade die Attentäter von Brüssel trotz Glaubens – aber halt nicht des christlichen Glaubens – so verhielten, und wie man speziell die Kreuzzugmotivation zu werten hat.

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