„Dummheit gibt es in jeder Religion“


„Terror im Namen Gottes – hat der Islam ein Gewaltproblem?“ – es ist nicht das erste Mal und ganz sicher auch nicht das letzte Mal, dass eine deutsche Talkshow dieses Thema diskutiert.

Von Christiane Meister | evangelisch.de

Frank Plasberg nimmt für seine Sendung „Hart aber fair“ die Terroranschläge vom 22. März in Brüssel zum Anlass, darüber zu diskutieren. Der sogenannte „Islamische Staat“ (IS) hatte sich zu den Attentaten bekannt.

Die Rezeptur der Sendung ist vertraut – begonnen bei der Gästeauswahl: Abdassamad El-Yazidi, hessischer Landesvorsitzender des Zentralrats der Muslime, sieht im Kampf gegen Terroristen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Islam ist für ihn in erster Linie eine friedliche Religion. Von den anderen Gästen wird er immer wieder aufgefordert, sich von radikalen islamistischen Strömungen wie dem IS zu distanzieren. Darauf lässt er sich jedoch nicht ein. Für Constantin Schreiber, n-tv-Moderator, ist der Terrorismus Teil des Islams. Zwischen beiden steht Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der Grünen. Außerdem ist noch BKA-Chef Holger Münch da, der – soweit es die Situation zulässt – Einblicke ins Gefahrenpotenzial in Deutschland gibt. Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn versucht den Blick auf den Nahen Osten zu weiten und erzählt außerdem von seiner jüdischen Religion.

Auch die Instrumente, mit denen Plasberg arbeitet, sind nicht originär: Ein Reporter liest in der Fußgängerzone vermeintlich Suren aus dem Koran vor – die Fußgänger empören sich: Solche Sätze passten nicht nach Deutschland. Erst dann werden sie darüber aufgeklärt, dass es Verse aus der Bibel, vornehmlich dem Alten Testament sind. Auch der Wutausbruch von Amr Adeeb ist schon kurz nach den Anschlägen durchs Netz kursiert. Adeeb sieht eine klare Linie vom Islam zu den Anschlägen.

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