Japan prepares for release of radioactive tritium from Fukushima into the ocean

Zustand der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/DigitalGlobe
Concern is mounting in Japan over the planned release of radioactive tritium from Fukushima’s damaged nuclear power plant into the ocean.

By Danielle Demetriou | The Telegraph

The substance is both challenging and costly to remove from the 300 tonnes of contaminated water generated daily at the plant in order to cool its melted down reactors.

Since the plant was incapacitated by the 2011 earthquake and tsunami, more than 1,000 large tanks have been filled with discarded cooling water, which has been cleansed of caesium and strontium but not of tritium.

Tokyo Electric Power Company (Tepco), operators of the plant, is expected to start releasing the water, containing tritium, into the Pacific Ocean later this year, pending a final political decision, according to AP.

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Inseln: Flut und Wassermangel zugleich

Das Mili Atoll, Teil der Marshall Inseln im Indischen Ozean, ist zu klein, um in gängigen Klimamodellen aufzutauchen. Entsprechend unklar war seine Klimazukunft. © Jeffrey P. Donnelly
Paradoxe Not: Kleinen Inseln weltweit droht nicht nur die Überflutung – sie müssen auch mit zunehmendem Wassermangel rechnen. Denn bei immerhin 73 Prozent von ihnen könnte bis 2050 das Klima deutlich trockener werden, wie US-Forscher herausgefunden haben. Dadurch wird das Süßwasser auf den Inseln knapp und mehr als 16 Millionen Menschen weltweit wären in Gefahr, ihre Lebensgrundlage zu verlieren, warnen die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“.
Das Mili Atoll, Teil der Marshall Inseln im Indischen Ozean, ist zu klein, um in gängigen Klimamodellen aufzutauchen. Entsprechend unklar war seine Klimazukunft.

scinexx

Schon jetzt steht vielen Bewohner kleiner Inselstaaten und Archipele das Wasser buchstäblich bis zum Hals: Durch den Meeresspiegelanstieg häufen sich Überflutungen und die Landfläche schrumpft – bei Südseeatollen ebenso wie bei heimischen Halligen oder Inseln vor der Küste der USA. Aber die Inselbewohner kämpfen oft noch mit einem weiteren Problem: der Wasserversorgung. Denn oft ist Regen die einzige Süßwasserquelle solcher kleiner Eilande – und dessen Verteilung verändert sich im Klimawendel.

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EU-Behörde warnt vor gängigem Insektizid Dimethoat

Landwirte setzen Dimethoat beispielsweise bei der Kirschenernte ein. (Foto: dpa)
  • Die EU-Lebensmittelbehörde warnt vor dem Insektizid Dimethoat. Das Mittel, das Landwirte zum Schutz von Nutzpflanzen verwendet, könnte womöglich krebserregend sein.
  • Besonders Frankreich ist wegen des Mittels besorgt. Ein auf Dimethoat basierendes Mittel wurde dort bereits verboten.

Süddeutsche.de

Ein Insektizid mit dem Namen Dimethoat, das in der Landwirtschaft zum Schutz von Nutzpflanzen eingesetzt wird, kann nach Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa schädlich für Menschen sein. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es mögliche langfristige Gesundheitsrisiken für Verbraucher durch Rückstände gebe, teilte die Efsa in einem Bericht mit, der auf Anfrage Frankreichs angefertigt wurde. Dimethoat wird bei verschiedenen Obst- und Gemüsesorten eingesetzt.

Nach Angaben Efsa haben einige US-Wissenschaftler Hinweise auf ein Krebsrisiko gefunden. Frankreich fordert ein europaweites Verbot von Dimethoat. Das Land ist insbesondere im Hinblick auf die Kirschenernte besorgt. Das Mittel wird dort zur Bekämpfung von Fruchtfliegen genutzt. Im Februar wurde in Frankreich bereits ein auf Dimethoat basierendes Pestizid verboten. Unter Landwirten sorgte das für Aufruhr, weil sie keine Alternative zu der Substanz zur Hand hatten.

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Urteil im Spaghettimonster-Prozess: Ausgenudelt

Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Darf die Spaghettimonster-Kirche auf Schildern für ihre Gottesdienste werben? Nein, hat nun ein Gericht entschieden. Der kuriose Fall wirkt wie ein Satire-Coup – dabei geht es um eine sehr ernste Frage.

SpON

Sie treffen sich jeden Freitag um zehn Uhr. Dann feiern die Angehörigen der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ im brandenburgischen Templin ihren Gottesdienst, natürlich nach angemessenem Zeremoniell: Piratenkappen als Kopfbedeckung sind die Regel, alternativ akzeptieren die Gläubigen auch Nudelsiebe.

Als wäre all das nicht schon kurios genug, haben die selbsternannten Pastafaris auch Hinweisschilder an allen vier Ortseingängen in Templin angebracht: Darauf weisen sie wie andere Glaubensgemeinschaften auf ihre Gottesdienstzeiten hin. Der Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen wehrte sich jedoch gegen diese Schilder, der Fall landete vor dem Landgericht in Frankfurt (Oder) – und das hat nun entschieden: Die Schilder müssen weg.

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Sexuelle Frustration junger Muslime

Junge Menschen in Kairo zum Valentinstag 2016 (imago/ZUMA Press)
Kein Sex vor und kein Sex ohne Ehe. Dieses Keuschheitsgebot gilt nach wie vor in muslimischen Gesellschaften und ist für viele mit der Hauptgrund für die sexuellen Belästigungen von Frauen in den meisten muslimischen Ländern. In Kairo hat ein Student einen Film darüber gedreht.

Von Rebecca Hillauer | Deutschlandradio Kultur

Mahmoud Yossry und sein Freund Mohamed sitzen am Laptop. Sie schauen den Kurzfilm an, den sie gemeinsam mit Freunden und Bekannten hier in Kairo gedreht haben. Mahmoud ist der Regisseur, Mohamed einer von mehreren jungen ledigen Männern, die über ihre sexuellen Bedürfnisse sprechen – und über eine innere Unruhe, die sie seit langem quäle: sexuelle Frustration. Frustriert sind sogar die, die mit Zustimmung der Eltern eine Freundin haben.

Mohamed: „So gut wie kein Mädchen wird ihrem Freund gestatten, vor der Ehe Sex mit ihr zu haben, sogar wenn sie verlobt sind. Wenn sie es täten und erwischt würden, wäre das ein Skandal – und eine Schande für das Mädchen.“

Mahmoud: Außerdem wäre es eine große Sünde in unserer Religion.“

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Christoph Benzmüller: Der Gottesbeweiser

Christoph Benzmüller lässt Studierende nach Gott suchen. Dafür bekam er jetzt den Lehrpreis der FU.Foto: promo
Vor drei Jahren bewies Christoph Benzmüller Gott am Computer. Nun erhält er den Lehrpreis der FU für seine Vorlesung über „Compuational Metaphysics“

Von Luisa Hommerich | DER TAGESSPIEGEL

In einer Woche, wenn das Semester an der Freien Universität beginnt, werden sich Christoph Benzmüllers Studierende an ihre Computer setzen und sich daran machen, die Existenz Gottes zu beweisen – oder sie zu widerlegen. „Computational Metaphysics“ heißt die Vorlesung, in der 30  Master-Studierende der Philosophie, der Mathematik und der Informatik lernen werden, philosophische Argumente auf ihren logischen Kern zu reduzieren und mit einem Programm auf Widersprüche zu prüfen.

Für das Konzept der Lehrveranstaltung erhielt der Informatikprofessor Christoph Benzmüller am Montagabend den mit 10 000 Euro dotierten Lehrpreis der Freien Universität. Damit ausgezeichnet werden seit 2013 herausragende Projekte, die die Ergebnisse der Spitzenforschung in die Lehre bringen. Die Auszeichnung sowie das Konzept der „forschungsorientierten Lehre“ sind Bestandteile des Exzellenzkonzeptes der FU.

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Islam und Emanzipation: Mein Kopftuch, meine freie Entscheidung

Gabriele Boos-Niazy trägt aus freier Entscheidung ein Kopftuch (Deutschlandfunk/ Gabriele Boos-Niazy – privat)
Gabriele Boos-Niazy ist vor rund 30 Jahren zum Islam konvertiert. Lange hat sie damit gerungen, das Kopftuch zu tragen. Jetzt trägt sie es selbstbewusst. Sie engagiert sich im Aktionsbündnisses muslimischer Frauen und sagt: Wir sind emanzipiert, wir müssen nicht dauernd darüber reden – und wir wollen uns nicht von Alice Schwarzer belehren lassen.

Gabriele Boos-Niazy im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

Christiane Florin: Sie sind katholisch aufgewachsen und jetzt sitzen Sie vor mir als Muslimin mit Kopftuch.

Gabriele Boos-Niazy: Ja, wenn mir das einer gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich auch gesagt: ‚in echt jetzt, wie kommt das?‘ Die Auseinandersetzung mit Religion, die hat früher angefangen, so mit 15, 16. Bestimmte Dinge in der katholischen Kirche – ich bin auf dem Land aufgewachsen, in der Stadt wäre das vielleicht auch nochmal anders gewesen – bestimmte Dogmen, die habe ich nicht verstanden. Erbsünde, Sakramente, die Taufe, warum ist das notwendig? Im Umfeld habe ich nicht die entsprechenden Antworten gefunden. Ich habe dann, das weiß ich noch, einmal ein Gespräch mit dem Pastor ausgemacht, um mit ihm über die Dreifaltigkeit, über die Trinität zu sprechen, und zu ihm gesagt: ‚Jetzt erklären Sie mir das doch bitte so, dass ich das verstehen kann.‘ Aber ich konnte es nicht verstehen. Am Ende ist es dann immer ein Geheimnis des Glaubens, und das war für mich irgendwie unbefriedigend. Dann hatte ich eigentlich damit abgeschlossen.

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#freeboehmi: Dieses Plakat steht vor der türkischen Botschaft – und dürfte Erdogan ärgern

Die Gruppe „Dies Irae“ postete dieses Foto auf Facebook © Facebook/Dies Irae
#Satiredarfalles, #freeboehmi und #mimimi: In einem Berliner Werbekasten wurde ein Plakat angebracht, das im Böhmermann-Streit recht deutlich Stellung für den Moderator bezieht – in Sichtweite der türkischen Botschaft.

stern.de

Die Aussage ist klar – und sie wurde da angebracht, wo türkische Diplomaten sie auch auf jeden Fall zu Gesicht bekommen. In Berlin sorgt eine Plakatwerbung in Sichtweite der türkischen Botschaft für Aufregung. Das Plakat ist schlicht gehalten, die Hinweise sind dafür umso deutlicher: „#mimimimimimimimimimimimimimimi“ steht da und darunter #freeboehmi, #Satiredarfalles und #HumorloseKackbratze. Mimimi – der türkische Präsident Erdogan solle sich also doch bitte wegen Böhmermanns Schmähkritik nicht so anstellen.

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Pharmazeutische Religiotie – Kondome mit Bekenntnis

DerverzweifelteJesusBerliner Apotheker wirbt auf Beipackzetteln für Kondome für die Offenheit zum Kinderkriegen – Bistumspressesprecher Foerner: „Wenn ein Katholik versucht, seine christliche Position im Alltag umzusetzen, würde ich ihm nicht in den Rücken fallen“.

kath.net

„Bitte werben Sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit Verhütungsmitteln: Setzen Sie sich ein für eine grundsätzliche Offenheit und Bereitschaft, Kinder zu bekommen und für eine sorgsame Abwägung bei der Entscheidung für ein Verhütungsmittel – im Bewusstsein der Lebensbereicherung durch Kinder! Herzlichen, lieben Dank! Ihr Andreas Kersten“ Diese originelle Info findet sich in Kondompackungen der Undine-Apotheke in Berlin/Neukölln. Eine Kundin hatte sich auf Twitter über diesen Beipackzettel entrüstet und die Initiative als „Unverschämtheit“ bezeichnet, wie das Kölner „Domradio“ und weitere Medien berichteten.

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Herford: Muslim hängt Kreuz im Krankenzimmer ab

islam_christentum

Geschäftsführer des katholischen Hospitals: Grenzen unserer Toleranz sind erreicht – Auch hatten bereits mehrfach mehrfach Patienten aus dem muslimischen Kulturkreis die Behandlung durch Frauen abgelehnt.

kath.net

In Herford (bei Bielefeld) hat ein strenggläubiger Muslim in einem Krankenzimmer eines katholischen Hospitals das Kreuz entfernt. Das berichtet die „Neue Westfälische“. Wie der Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen, Georg Rüter, der Zeitung sagte, wurde die Ehefrau des Mannes – sie habe eine Burka getragen – in dem Krankenhaus stationär behandelt. Ein Oberarzt habe bei einem Gespräch gemerkt, dass das Kreuz fehlte und den Ehemann zur Rede gestellt. Dieser habe eingeräumt, das christliche Symbol entfernt zu haben. Laut Rüter kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Der Oberarzt habe dem Mann mitgeteilt, dass in einem katholischen Krankenhaus das Kreuz zum Mobiliar gehöre und es nicht geduldet werde, es zu entfernen. Rüter: „Beim Abhängen der Kreuze sind die Grenzen unserer Toleranz erreicht.“

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Mysteriöse Gleichrichtung von Schwarzen Löchern

Die aktive Radiogalaxie Herkules A: So wie sie senden auch andere aktive Galaxienkerne Radio-Jets aus. © NASA/ ESA, STScI/AURA/ S. Baum and C. O’Dea (RIT), R. Perley and W. Cotton (NRAO/AUI/NSF)
Kosmologisches Rätsel: Astronomen haben erneut Hinweise für eine rätselhafte Gleichrichtung weit entfernter Galaxien entdeckt. Die Radio-Jets ihrer zentralen Schwarzen Löcher zeigen alle in die gleiche Richtung – obwohl sie Milliarden Lichtjahre auseinander liegen. Das aber könnte bedeuten, dass nicht nur Zufall die Materieverteilung und Galaxienbildung im frühen Universum beeinflusste, wie die Forscher erklären.

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Die Galaxien im Kosmos sind nicht gleichmäßig verteilt, sondern bilden eine großräumige Struktur – ein kosmisches Netzwerk aus Gasfilamenten und Galaxien-Klumpen. Diese Großstrukturen sind ein Erbe von zufälligen Fluktuationen in der Zeit kurz nach dem Urknall und sollten daher im großen Maßstab auch zufällig sein.

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Fuat Saka: Lasst die Menschen ihre eigene Kultur leben!

Fuat Saka, türkischer Musiker aus der Schwarzmeerregion © Cevat Tersakan
Fuat Saka, türkischer Musiker aus der Schwarzmeerregion, lebte viele Jahre in Deutschland und ist deutscher Staatbürger. Im April und Mai kommt er auf Tour nach Europa. Cevat Tersakan sprach mit ihm über seine Musik, die Heimat in der Fremde und kulturelle Verwurzelung.

Von Cevat Tersakan | MiGAZIN

MiGAZIN: Lieber Fuat, vervollständige bitte zwei Sätze für uns: „Deutschland ist für mich…“

Fuat Saka: … mein Lebensmittelpunkt außerhalb meiner Heimat. Als ich die Türkei gezwungenermaßen verlassen musste, habe ich dort 20 Jahre im Exil gelebt. Aber Deutschland ist für mich auch heute keine Vergangenheit, denn ich habe in Deutschland sehr gute Freunde gefunden. Das Leben wird von Menschen geprägt, eine Umgebung ohne Menschen hat für mich kaum eine Bedeutung.

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Wer Demokratie will, darf die Bevölkerung nicht fragen

Bild: bb
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In seiner Kolumne spricht sich Jakob Augstein gegen Volksabstimmungen aus und definiert zeitgleich die Rolle der Parlamente neu

Von Twister (Bettina Hammer) | TELEPOLIS

Der Sohn des verstorbenen Rudolf Augstein, Jakob Augstein, hat in Spiegel Online seine regelmäßige Kolumne namens „Im Zweifel links“. An der Seite von Sybille Berg oder Sascha Lobo kann er sich dort zu aktuellen Themen äußern. Seine Auseinandersetzung mit den „Panama Papers“, dem Neoliberalismus und Kapitalismus sind oft scharfzüngig und zum Nachdenken anregend.

Umso bedauerlicher ist es, dass er in seiner derzeitigen Kolumne in die gleiche Kerbe schlägt wie jene, die Volksabstimmungen schon deshalb für absurd halten, weil die Bevölkerung ja gemeinhin zu träge, zu verblendet und für Rattenfänger offen, kurz gesagt also zu dumm ist, um selbst zu entscheiden.

Zwar darf das Volk nach Ansicht der Vertreter dieser Idee noch regelmäßig an Wahlen teilnehmen, die selbstverständlich den demokratischen Wahlprinzipien entsprechen – das ist dann aber auch alles, was ihm zugestanden wird.

Herr Augstein fügt dieser Ansicht noch eine neue Überlegung hinzu: Das Volk ist fortschrittsfeindlich, was er u.a. an den Schweizer Ansichten zu Minaretten oder den Hamburger Ansichten zu Gemeinschaftsschulen festmacht. Wahlen und Abstimmungen, so Jakob Augstein weiter, führten ja nicht automatisch zu mehr Partizipation, sondern würden in einem Klima sozialer Ungleichheit nur dazu führen, dass sich Besserverdienende mehr engagieren, Niedrigverdienende jedoch gleichbleibend wenig bis gar nicht. Dies sei ja durch Wahlforscher auch erwiesen worden.

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Mehr Weichmacher im Fastfood

Mit Fastfood nimmt man deutlich mehr Weichmacher auf als mit selbst frisch zubereiteter Nahrung. © milspa/ freeimages
Versteckte Belastung: Wer viel Fastfood isst, der nimmt auch deutlich mehr Weichmacher zu sich. Wie stark diese Belastung ist, belegt nun eine US-Studie. Im Urin von Fastfood-Liebhabern fanden die Forscher bis zu 40 Prozent mehr Weichmacher-Reste als bei Probanden, die mindestens 24 Stunden lang auf Pizza, Burger und Co verzichtet hatten. Das belegt, wie stark diese chemischen Kunststoffzusätze im Laufe der Lebensmittelverarbeitung in die Nahrung übergehen.

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Sie machen Plastik elastischer und geschmeidiger und verstecken sich deshalb in unzähligen Alltagsobjekten: Weichmacher. Doch Studien zeigen, dass die Phtalate Neurodermitis und Asthma bei Kindern fördern können, zudem haben sie eine hormonähnliche Wirkung und beeinträchtigen die Fortpflanzung. In Kinderspielzeug und Babyflaschen sind Weichmacher daher schon seit 2005 verboten. Dennoch sind Weichmacher noch immer in den meisten Plastikobjekten unseres Alltags enthalten.

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In Norwegen sind die Atheisten erstmals in der Mehrheit

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In Norwegen sind Gottesleugner erstmals in der Mehrheit. Ihr Anteil liegt bei 39 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos (Oslo).

kath.net

37 Prozent der 4.000 Befragten sind der Meinung, dass es Gott gibt, 24 Prozent zeigten sich unentschieden. Noch vor zwei Jahren lagen die Gottgläubigen und Atheisten in der Umfrage gleichauf. Als die Frage 1985 erstmals gestellt worden war, hatten noch 50 Prozent angegeben, an einen Gott zu glauben. Der Anteil der atheistisch denkenden Norweger lag damals bei 20 Prozent. Er hat sich somit bis heute nahezu verdoppelt. Die Umfrage bestätigte ferner die Ergebnisse früherer Untersuchungen, nach denen Frauen häufiger als Männer an einen Gott glauben. Mit 29 Prozent lag der Anteil von gottgläubigen Bürgern in der Hauptstadt Oslo am niedrigsten, in der südlichen Provinz Vest-Agder mit 44 Prozent am höchsten. Die Umfrage ist insofern bemerkenswert, da der evangelisch-lutherischen Volkskirche knapp drei Viertel der 5,1 Millionen Einwohner angehören.

CSU-General will Deutsch als Sprache der Moscheen

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, hier im Februar 2016 beim Bezirksparteitag der Niederbayern-CSU in Landshut. (Foto: dpa)
Zudem müsse die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland beendet werden, fordert Scheuer.

Süddeutsche.de

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer fordert gesetzliche Maßnahmen, um ausländische Einflüsse auf den Islam in Deutschland zurückzudrängen. „Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, muss beendet werden“, sagte Scheuer der Zeitung Die Welt. Deutschland müsse sich stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinandersetzen, denn er hintertreibt, dass sich Menschen bei uns integrieren“, so Scheuer. Dafür sei ein Islam-Gesetz notwendig.

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Martin Sonneborn: „Merkel übertrifft den Irren vom Bosporus“

erdogan-sultan

Im Fall Böhmermann wird die Kanzlerin immer mehr zur Zielscheibe. Auch „Die Partei“-Chef Martin Sonneborn geht hart mit Merkel ins Gericht – und verrät, was er jetzt an ihrer Stelle tun würde.

DIE WELT

In der Affäre um das Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann gerät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Kritik. Nach den deutlichen Worten des „Heute-Show“-Moderators Oliver Welke gegenüber „Bild“ ( „Zu einem Fall Böhmermann ist es erst geworden, als sich die Kanzlerin dazu zitieren ließ. Ein großer Fehler, der ihr hoffentlich leidtut“) schlägt Martin Sonneborn in die gleiche Kerbe.

Im Interview mit N24-Moderator Thomas Klug bezeichnete der EU-Abgeordnete für die Satire-Partei „Die Partei“ das Verhalten der Kanzlerin im Zusammenhang mit dem Fall als noch „irrer“ als das des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan.

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Papst: Homopartnerschaft kann ’nicht mit Ehe gleichgestellt werden‘

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Franziskus in „Amoris laetitia“: Ehe ist „nur die ausschließliche und unauflösliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau“ – Er kritisiert auch die Praxis der Polygamie, der arrangierten Ehe und des vorehelichen Zusammenlebens.

kath.net

Papst Franziskus schreibt in „Amoris laetitia“ wörtlich: „Niemand kann meinen, die Familie als natürliche, auf die Ehe gegründete Gemeinschaft zu schwächen, sei etwas, das der Gesellschaft zugutekommt. Es geschieht das Gegenteil: Es beeinträchtigt die Reifung der Personen, die Pflege der gemeinschaftlichen Werte und die ethische Entwicklung der Städte und Dörfer.

Es wird nicht mehr in aller Klarheit wahrgenommen, dass nur die ausschließliche und unauflösliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau eine vollkommene gesellschaftliche Funktion erfüllt, weil sie eine beständige Verpflichtung ist und die Fruchtbarkeit ermöglicht.

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China: Eingriff ins Erbgut eines Embryos

Ein menschlicher Embryo. Werden hier Gene verändert, wirkt sich dies auf den entstehendne Menschen und auf seine gwesamten Nachkommen aus. © thinkstock
Eingriff in die Keimbahn: Chinesische Forscher haben zum zweiten Mal das Erbgut eines menschlichen Embryos modifiziert. Mit Hilfe der Genschere CRISPR schleusten sie eine Genmutation in befruchtete Eizellen ein, die die Zellen gegen Aids immun macht. Allerdings: Die Erfolgsquote war extrem gering und nur jeweils eine Genkopie wurde ersetzt. Das bestätigt, dass solche ethisch umstrittenen Eingriffe in die Keimbahn auch technisch noch problematisch sind.

scinexx

Bisher sind Eingriffe in die menschliche Keimbahn bei uns ein Tabu. Während gentherapeutischen Eingriffe an Körperzellen vielfach erforscht werden, ist die Veränderung von Genen bei frühen menschlichen Embryos verboten – und das aus gutem Grund: Wird an dem Erbgut dieser Zellen etwas verändert, dann wirkt sich dies alle Zellen und Gewebe des daraus heranwachsenden Menschen aus – auch auf ihre Ei- und Samenzellen.

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König Salman und die beleidigten Präsidenten

foto: reuters/murat cetinmuhurdar Unter den Augen Atatürks: Präsident Tayyip Erdogan empfängt den saudischen König Salman bin Abdulaziz am Flughafen Ankara.

Saudi-Arabien wünscht sich eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und Ägypten

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Der saudische König Salman und der türkische Präsident Erdogan unter einem Bild von Mustafa Kemal Atatürk – das hat schon etwas: Als der „Vater der Türken“ 1923 die Republik ausrief, hatten die Briten gerade Sharif Hussein bin Ali – Ururgroßvater des heutigen Königs von Jordanien – in Mekka fallenlassen und dem Vater Salmans, dem Gründer Saudi-Arabiens Ibn Saud, damit den Weg zur Eroberung der früheren osmanischen Provinz Hijaz geebnet. Mit beiden unter ihm sitzenden Islamisten – dem Salafisten Salman und dem Muslimbruder und „Rückbauer“ der säkularistischen Türkei Erdogan – hätte der Raki-Liebhaber Atatürk nicht viel anfangen können.

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